Jahresrückblick mit den Brauseboys

Lesebühne: „Auf Nimmerwiedersehen 2019“.

Die Brauseboys, eigentlich fest verankert in der Weddinger Kulturszene, zieht es einmal im Jahr in den Nachbarbezirk. Zum 13. Mal setzen die Brauseboys an zu ihrer traditionellen Jahresbilanz im Kookaburra an der Schönhauser Allee 184 und fahren das Jahr über den Haufen der Weltgeschichte. Und der ist bekanntlich 2019 wieder ein gutes Stück größer geworden.

Rundumschlag für das Jahr 2019

Was kam 2019 nicht alles unter die Räder? Weltklima, Menschenverstand, Mieter. Doch der gemeine Berliner hat andere Probleme, für ihn ist klar: Die Apokalypse rollt auf E-Rollern heran. Und das ist erst der Anfang. Erzengel Greta hat in die siebte Posaune geblasen, nun sind die Dämonen entfesselt: Boris Johnson renaturiert den Ärmelkanal zum Styx, der böse Wolf lauert arglosen Deutschen zwischen den Windrädern auf, Bodo Ramelow verwandelt Thüringen in die sozialistische Vorhölle. Und steht das „J“ in Donald J. Trump nicht sogar für „Joker“? Die Brauseboys versuchen in all dem Tosen den Überblick zu halten: Arktis und Amazonasbecken, Kurdistan und Kalifornien; wo brennt die Welt am besten? Und wieso noch mal fackelte Jair Bolsonaro Notre Dame ab? Hinterließ nicht Andrea Nahles mit ihrem YouTube-Hit „Die Zerstörung der SPD“ verbrannte Erde? Floh sie deshalb mit einem Segelboot über den Atlantik? Die ersten Shows sind bereits ausverkauft.

Noch gibt es aber Karten für einige Veranstaltungen im nahen Prenzlauer Berg. Die nächsten Auftritte der Brauseboys finden am 18., 19., 20. und 21. Dezember statt. Anschließend treten die Jungs fast jeden Abend bis zum 11. Januar auf. Im Eschenbräu, Triftstraße 67, sind sie dann wieder ab dem 16. Januar zu sehen. Karten für alle Shows und weitere Infos zu den Brauseboys finden Interessierte auf ihrer Webseite.

Datum: 15. Dezember 2019, Text: Red., Bild: Axel Völcker