Berlin-Lichtenberg: Preis für das Yrrwahria-Ensemble

Menschen mit und ohne Behinderung machen gemeinsam Theater.

Kürzlich wurde zum fünften Mal seit 2015 der Lichtenberger Inklusionspreis verliehen. In diesem Jahr lautete das Motto „Inklusion – Teilhabe und Kommunikation in der Lichtenberger Kulturlandschaft“. Die feierliche Übergabe fand im Theater an der Parkaue statt, den Preis erhielt das Ensemble des Yrrwahria Theater e.V.. Dabei handelt es sich um ein inklusives Theater-Ensemble, in dem Menschen mit und ohne Behinderung auf und hinter der Bühne stehen.

Selbstbestimmte Projekte.

Das Ensemble des Theatervereins, den es seit dem Jahr 2010 gibt, hat unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt eine Reihe von Aufführungen zu den Themen Barrierefreiheit und klimafreundliche Mobilität kreiert. Es begleitete künstlerisch die Verleihung des Inklusionspreises 2017 und nahm an der Lichtenberger Inklusionswoche 2018 teil.

Das Motto des Ensembles gibt einen Eindruck davon, was neben der professionellen, künstlerischen Arbeit, eine wichtige Rolle spielt: „Es geht hier nicht um Leben und Tod, – es geht um sehr viel mehr…Es geht darum, dass alle Spaß haben.“ Der Verein betont, Kunst, Kultur und Bildung für alle selbstbestimmt mitgestaltbar machen zu wollen. Außerdem versuche man, umweltschützend, nachhaltig und ressourcenschonend zu handeln: „Wir lieben die Verantwortung für unsere Freiheit“, heißt es in der Selbstbeschreibung des Theatervereins.

Dessen Ensemble entwickelt die Stücke gemeinsam: Jeder kann seine Wünschen und Eigenheiten einbringen. „Ich hatte bereits die Freude eine Aufführung erleben zu dürfen und war beeindruckt“, kommentierte Lichtenbergs Bürgermeister Michael Grunst (Die Linke) die Leistungen der diesjährigen Gewinner, deren Arbeit die gleichberechtigte Teilnahme von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben ermögliche.

Datum: 13. Dezember 2019, Text: red, Bild BA Lichtenberg