Charlottenburg: Plastikfreies Rheingauviertel – Utopie oder möglich?

Das Netzwerk Süd-West und zahlreiche Initiativen informieren über plastikfreien Konsum.

Im Durchschnitt produziert jeder Deutsche im Jahr mehr als 200 Kilogramm Müll. Die größte Menge davon macht Einwegplastik aus. Wer auf Plastik verzichten oder seinen Plastikverbrauch zumindest reduzieren möchte, der kann sich am 16. November, 13 bis 17 Uhr, im Rahmen der Veranstaltung „Plastikfreies Rheingauviertel – Utopie oder möglich?“ informieren. Ziel des gemeinsamen Tages ist es, interessierte Bürger, Unternehmen, Institutionen über die Thematik zu informieren und im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Experten in einen Erfahrungsaustausch zu kommen. Auch Praxisbeispiele sollen vorgestellt und Schwierigkeiten, die das Thema „plastikfrei“ im Alltag mit sich bringt, beleuchtet werden. Nach einer Begrüßung des Schirmherrn und Bezirksbürgermeisters Reinhard Naumann (SPD) schildert Ute Frank, Gemeinderätin aus dem baden-württembergischen Brackenheim und Mitglied im Arbeitskreis Klimaschutz Brackenheim in einem Vortrag ihre Erfahrungen mit dem Projekt „Klimafairer Einkauf in Brackenheim – Prima Klima in der Tasche“.

Dieses will ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Frischwaren wie Wurst, Käse, Fleisch, Obst, Gemüse, Mehl, Milch, Brot oder Brötchen auch ohne Verpackung eingekauft werden können – beispielsweise mittels Mehrweg-Behältern. Carolin Schönborn, Gründerin des Unverpackt-Ladens „maßvoll Potsdam“ kommt ebenfalls und berichtet über ihr Konzept. Michael Hüllenkrämer, Diplomgeograf an der TU Berlin, hinterfragt die Bedeutung „plastikfrei“ und zeigt auf, wo wirkliches Gestaltungspotenzial für strukturelle Veränderung liegt oder was getan werden muss. Für Kinder wird ein Bastelprogramm geboten. Die Teilnahme ist kostenlos.

Datum: 14. November 2019, Text: Red, Bild: iStock / Getty Images Plus/ Studio Doros