Köpenick: Aktion für das Kiefernwäldchen in Johannisthal

Kiefernwald zwischen Johannisthal und Adlershof

Bürgerinitiative wehrt sich gegen Abholzung wegen Wohnungsneubau.

In Adlershof und in Johannisthal sollen hunderte neue Wohnungen entstehen. Das finden viele Bürger, Familien und Wohnungssuchende gut. Das dafür 13.000 Quadratmeter Wald mit rund 700 gesunden Bäumen gerodet werden sollen, stößt in Zeiten des Klimawandels indes auf heftige Kritik. Und diese formuliert derzeit auch die Bürgerinitiative „Kiefernwald Adlershof“ mit einer Beteiligungsaktion auf der Internetplattform OpenPetition.

Abholzung steht bevor

Konkret geht es um ein Bauvorhaben zwischen der Herrmann-Dorner-Allee und der Karl-Ziegler-Straße. Hier sollen auf einer Gesamtfläche von rund 27.000 Quadratmetern 450 Wohnungen sowie 120 Mikrowohnungen in einer geschlossenen Häuserfront mit sechs bis sieben Stockwerken entstehen. Sollte der dazugehörige Bebauungsplan genehmigt werden, wolle man mit den Baumfällungen in den kommenden Wintermonaten beginnen, heißt es in einer Mitteilung des Bezirksamtes. Einsprüche gegen dieses Verfahren sind noch bis zum 22. November möglich.

„Diese letzte Chance wollen wir nutzen, auch wenn wir vielfach gehört haben, dass es nicht leicht wird“, teilen die Initiatoren mit und fordern dazu auf, die Abholzung des Waldes in der geplanten Form zu stoppen. „Wer den Landschaftspark Johannistal kennt, der weiß, dass es ohnehin nicht sehr viele Bäume hier gibt“, lautet dazu die Begründung. In einer Anfrage der CDU an Treptow-Köpenicks Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) hatte der eine Kompensationen für die Abholzung der Bäume in Höhe von 50.000 Euro in Aussicht gestellt.

Für diese Summe werde an anderer Stelle wieder aufgeforstet. „Kein akzeptabler Ausgleich“, findet die Bürgerinitiative Kiefernwald Adlershof. Auf deren Webseite sind weitere Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten zur Verhinderung der Abholzung aufgeführt.

Datum: 26.092019, Text: Stefan Bartylla, Bild: istoch/Getty Images/ angelsmoon