SPD verleiht Engagement – Preis

Kandidaten für Frieda-Rosenthal-Preis können noch benannt werden

Auch im Jahr 2018 verleiht die SPD Lichtenberg den Frieda-Rosenthal-Preis. Bis zum 22. August können entsprechende Vorschläge mit einer kurzen Begründung eingereicht werden. Gesucht werden Menschen, die sich in außergewöhnlicher Weise für das demokratische Gemeinwesen und eine solidarische Nachbarschaft engagiert haben. Vorschläge können per Mail an info@spd-lichtenberg.de oder per Post an SPD Lichtenberg, Rathausstraße 7, 10367 Berlin, eingereicht werden.

Die Verleihung

Der Frieda- Rosenthal-Preis 2018 wird am 7. September um 18 Uhr im Beisein des Regierenden Bürgermeisters, Michael Müller, auf dem Septemberfeuer der Lichtenberger SPD im Garten des Nachbarschaftshauses Orangerie des Kiezspinne FAS e.V. in der Schulze-Boysen-Straße 38 verliehen. Alle Lichtenberger sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Die Namensgeberin

Die als Näherin (Stepperin) ausgebildete Frieda Rosenthal war im Lichtenberger Amt für Sozialfürsorge und seit Mitte der 1920er-Jahre beim Berliner Magistrat tätig, studierte dann an der Wohlfahrtsschule des Sozialpolitischen Seminars und legte im Jahre 1930 die Abschlussprüfung als Fürsorgerin ab. Seit 1929 war sie hauptamtliche Stadträtin im Bezirksamt Mitte. 1933 gehörte sie mit zu den ersten, die von den Nazis aus dem Bezirksamt entlassen wurden. Für die Gestapo war Frieda Rosenthal die politische Leiterin der KPD-Gruppe Friedrichshain. Mitte des Jahres 1936 gelang es der Gestapo, viele kommunistische Widerstandsgruppen zu zerschlagen. Dazu gehörte auch die Gruppe aus Friedrichshain. Frieda Rosenthal wurde am 19. August 1936 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“, everhaftet und sofort in strenge Einzelhaft genommen. Die Gestapo ordnete an, sie „streng isoliert zu halten“ und keine „Schreib- und Sprecherlaubnis“ zu erteilen. Sie wurde in brutaler Weise verhört, verweigerte aber jegliche Aussage. Als sie glaubte, eine Genossin belastet zu haben, weil sie zugab, sie zu kennen, widerrief sie ihre Aussage. Sie fürchtete, dass der Widerruf ohne Wirkung bleiben würde und sie setzte noch am gleichen Tage ihrem Leben ein Ende. Frieda Rosenthal erhängte sich am 15. Oktober 1936 am Heizkörper ihrer Zelle.

Datum 20. August 2018, Text: Redaktion, Bild SPD Lichtenberg