Plätze, die uns lieb und teuer sind

Bei den Kindern überwiegt die Freude über die neu gestalteten Spielplätze

Beginnen wir doch einfach mal mit den positiven Nachrichten: Die vielen Kinder, die rund um Wasserturm- und Teutoburger Platz wohnen und dort gern auch spielen, dürften tatsächlich glücklich sein. Mit der Wiedereröffnung der Spielplätze wurde ihnen ein Stück mehr an Lebensqualität zuteil, das inzwischen auch dankbar angenommen worden ist.

Neues Highlight am Wasserturm ist die Wasserspielanlage mit Wasser-Matsch-Tisch und einem Auslauf über Blöcke aus Natursandstein. Außerdem bietet die große Sand-Geräte-Spielplatzfläche jeweils einen Bereich für Kleinkinder und einen für größere Kinder. Hier wurden die alten Spielgeräte abgebaut und durch neue Bestandteile ersetzt.

Dazu gehören die zwei großen Spiel-Kletter-Kombinationen „Dreiecksplattform“ und „Sechseckplattform“ aus massivem Holz, ein Kleinkarussell, eine Maltafel, eine Kleinkind-Doppelschaukel, die Doppelschaukel „Möwe“ für ältere Kinder, ein großer Sandbagger, insgesamt drei Federwipptiere für Kleinkinder, das Memoriespiel „Merk Dir was“, das Drehspielgerät „Drehmännchen“ sowie eine Kleinkindspiel-Hüttenkombination und das Kleinkindspielhaus „Kleines Pfahldorfhaus“.

Auch das Bezirksamt zeigte sich erfreut, drohte doch der Umstand, dass sich hier eine BER-Baustelle in Miniformat zum Dauerbrenner entwickelte. „Nach neun Monaten Bauzeit konnte er nun den Kindern wieder zum Spielen übergeben werden“, heißt es in der Pressemitteilung zur Spielplatzeröffnung. Was allerdings so nicht ganz richtig ist. Denn schon seit Mai 2016 musste der Platz teilweise gesperrt werden. Und auch der später ausgegebene Fertigstellungstermin Frühjahr 2018 wurde nicht eingehalten.

Körperliche Beweglichkeit

Egal, heute ist der Tag der guten Nachrichten. Zum Beispiel der Spielplatz auf dem Teutoburger Platz: Hier gibt es jetzt auf der sogenannten Sand-Geräte-Spielplatzfläche neben der großen Spiel-Kletter-Kombination „Prinzessinnnenpfad“ eine Nestschaukel, ein kleines Karussell, zwei Federwipper für Kleinkinder, eine Maltafel und einen so genannten „Drehstein“, der neu aufgestellt wurde.

Zudem ist dort ein Inklusions-Spielgerät neu installiert worden, das auch für Kinder mit eingeschränkter körperlicher Beweglichkeit geeignet und mit einem Kunststoff-Fallschutz-Belag gesichert ist. Die bereits vorhandene „Drachenbank-Spielkombi“ wurde wieder instandgesetzt und erstrahlt nun in neuem Glanz. Der Schaukelbereich auf der Rasenfläche hat eine bedarfsgerechte große Schaukelanlage in Form einer sechseckigen „Kontaktschaukel“ erhalten. Zudem wurde auch das Streetballangebot runderneuert.

Wurden am Wasserturm 360.000 Euro investiert, waren es am Teutoburger Platz 20.000 Euro weniger. Und dennoch knapp 60.000 Euro mehr als ursprünglich veranschlagt. Der zuständige Bezirksstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen) dazu: „Die Verlängerung der Sperrung war jedoch aus Sicherheitsgründen unerlässlich, nachdem sich einige Teile als mangelhaft erwiesen hatten und es zu Montagefehlern gekommen war.“ Klingt irgendwie alles nach Airport en miniature…

Datum 02.08.2018 Bild: Ulf Teichert Text: M. Wolf