Gebaut mit Ziegeln aus der Mark

Interessante Ausstellung im Museum Pankow

Die Sonderausstellung „schön.solide, Märkische Ziegel für den Berliner Nordosten“ ist seit kurzem im Museum Pankow, Prenzlauer Allee 227/228, zu sehen. Für die Ausstellung haben Schüler der Max-Bill-Schule (OSZ Planen und Bauen) vor der Ausstellungshalle ein Anschauungsobjekt in traditioneller Mauerwerkstechnik errichtet.

Auch im heutigen Stadtbezirk Pankow entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts Wohnviertel und Industrieanlagen, Sozialbauten und Anlagen der städtischen Infrastruktur auf Wiesen und Äckern der Dörfer am nordöstlichen Stadtrand Berlins in Ziegelbauweise. Durch die Bautätigkeit in Berlin erlebte die Brandenburgische Ziegelindustrie einen enormen Aufschwung. Ihre Blüte hielt bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges an.

Der märkische Ziegel blieb so lange uneingeschränkt „der Stoff, aus dem Berlin gebaut ist“, bis ihn im Verlauf des 20. Jahrhunderts Beton und Stahl verdrängten. Die Schau behandelt die Geschichte der märkischen Ziegelindustrie und der Baugeschichte des Berliner Nordostens. Neben der Produktion der Ziegel erinnert sie an die Wechselwirkungen zwischen dem Stadtwachstum Berlins und den industriellen Veränderungen in den Städten und Dörfern Brandenburgs, in denen sich Ziegeleiunternehmen ansiedelten. Bestes Beispiel dafür ist der sehenswerte Ziegeleipark Mildenberg.

Vorgestellt werden Baugeschichten und heutige Nutzungen ausgewählter Pankower Ziegelgebäude, darunter auch das eigene Museumsgebäude und die direkt angrenzenden Bauten. Schon bevor die märkischen Ziegeleien für das bauliche Wachstum Berlins sorgten, wurden Ziegel auch auf dem Gebiet des heutigen Stadtbezirks gebrannt. Die Ausstellung ist bis zum 11. November, dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, geöffnet, der Eintritt ist frei

Datum: 29.07. 2018 Bild: Ziegeleipark Mildenberg Text: Manfred Wolf