Auktion für Müggelseeinsel ist ausgesetzt

Grundstücksspekulationen werden befürchtet.

Die für Ende März angesetzte Versteigerung (das Berliner Abendblatt berichtete) großer Teile der Insel Entenwall im Müggelsee wird nicht stattfinden.

Nicht nutzbar

Die Bodenverwertungs- und –verwaltungs GmbH (BVVG) wollte ein Grundstück auf der Insel Entenwall im Müggelsee verkaufen – und zwar im Rahmen einer Auktion am 22. März. Bezirksbürgermeister Oliver Igel, der Bundestagsabgeordnete Klaus Mindrup und andere hatten sich gegen eine Versteigerung des Eilands ausgesprochen. Der beauftragte Auktionator wurde vom Bezirksamt darüber informiert, dass das Grundstück fast vollständig im Naturschutzgebiet, im Vogelschutzgebiet und im FFH-Gebiet liegt. Eine Bebauung sei daher ohnehin nicht zulässig.

Naturschutz gesichert

„Meine Sorge war es, dass das Grundstück von Privatpersonen spekulativ erworben wird – in der Erwartung, über die Jahre mit politischem Druck doch noch eine Bebaubarkeit zu erreichen. Das wäre das Ende des dort bestehenden Erlenbruchwaldes. Mit der Entscheidung der BVVG, die für Mitte des Monats geplante Versteigerung auszusetzen, gibt es jetzt wieder die Chance, dass das Land Berlin außerhalb einer Versteigerung das Grundstück von der BVVG erwirbt und dauerhaft für den Naturschutz sichert“, erklärt Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) in einer Pressemitteilung des Bezirksamtes.

Text: Redaktion, Bild: imago / photothek