Neue Brunnen für Karl-Marx-Allee

Stadtumbau: Auch die Grünanlage soll in neuem Glanz erstrahlen.

Die Brunnenbecken an der Karl-Marx-Allee sollen wieder in altem Glanz erstrahlen. Eine Kooperation mit den Wasserbetrieben und zusätzliche Mittel aus dem Stadtumbauprogramm machen das  möglich. Dort, wo die Brunnenanlage 1969 gebaut wurde, befand sich in unmittelbarer Nähe noch die „Deutsche Sporthalle“.  Heute stehen dort Wohnhäuser. Der Zahn der Zeit hat starke Spuren an den drei  Becken hinterlassen. Seit Jahren werden sie  durch Bauzäune gesichert.

Fast original

Der komplette Neubau soll sich optisch so nah wie möglich am Original orientieren, es wird also wieder  quadratische Becken mit  Fontäne  geben. Der größte Unterschied: Die Becken werden nicht tiefer als 30 Zentimeter sein, der Wasserstand eher bei 20 Zentimetern liegen – moderne Sicherheitsvorschriften machen dies notwendig. Wer den Schwester-Brunnen an der Frankfurter Allee 13 kennt, bekommt ein gutes Bild davon, wie die neue Anlage aussehen wird. Um einen unterirdischen Technik-Raum bauen zu können, müssen mehrere Bäume gefällt werden, doch die seien ohnehin  anfällig für Windbruch, so erläuterte Hilmar Schädel vom Grünflächenamt des Bezirks bei einem Ortstermin. Sie würden bei der späteren Instandsetzung der Grünanlage ebenfalls erneuert. Generell werden sämtliche Grünbereiche rund um den Brunnen ebenfalls instand gesetzt, da eine Baustraße zum Teil durch sie durchführen wird. Das Ganze wird laut derzeitigen Schätzungen 785.000 Euro kosten, die komplett aus Mitteln des Stadtumbaus kommen. Baubeginn soll im Frühjahr 2018 sein, ein erster Probelauf werde vielleicht schon im Herbst möglich sein. Im Frühjahr 2019 soll der Brunnen dann in Betrieb gehen, die Baustraße dann danach rückgebaut und die Grünanlage instand gesetzt werden.

Die Zusammenarbeit des Bezirks mit den Wasserbetrieben hat einen Pilotcharakter, denn sie sollen diesen und andere Brunnen in Zukunft auch betreiben. Der Bezirk selbst, so Hilmar Schädel, habe das nötige Knowhow inzwischen nicht mehr.

os, Bild: Oliver Schlappat