Auf dem Pfefferberg hat der Glaspalast eröffnet

Märchen: Auch in diesem Jahr lockt eine ganz besondere Bühne.

Darauf haben die Fans und Freunde des Hexenberg-Theaters ein ganzes liebes langes Jahr gewartet: Die geliebten „Grimmis“, die Märchen der Gebrüder Grimm, die von Februar bis November eifrig Sommerschlaf gehalten haben, wurden nun von Regisseur Jan Zimmermann und dem Hexenberg-Ensemble liebevoll wachgeküsst und dürfen nun bis Ende Februar kommenden Jahres alte Fans erfreuen und neue hinzugewinnen. Das dürfte um so leichter gelingen, als dass der im vergangenen Jahr für kurze Zeit erprobte Glaspalast nun ein ständiges Winterdomizil für die 16 Grimmis ist, die in diesem Jahr auf dem Programm stehen.

Das an Shakespeare geschulte Ensemble lässt in diesem verwunschenen Ort alle Verheißungen wahr werden – indem es die Märchen einfach ernst nimmt. Das gibt es denn Klamauk, da gibt es gruselige und stille, erotische und schräge, romantische und finstere Märchen zu erleben. Der Glaspalast – mal Rapunzels Gewächshaus, mal Schneewittchens Sarg oder Großmutters Wintergarten – bietet den Grimmis fruchtbaren Boden. Und plötzlich werden diese kleinen Märchen zu großen Geschichten, die sich emporschwingen und alte und junge Menschenkinder in ihren Bann ziehen. Wie gewohnt, beinhaltet ein Märchenblock zwei Märchen à 30 Minuten – als da sind: Hänsel und Gretel, Aschenbrödel, Fischer un sin Fru, Der gestiefelte Kater, Froschkönig, Rotkäppchen, Rapunzel, Hans im Glück, Schneewittchen, Das tapfere Schneiderlein, Frau Holle, Hase und Igel, Dornröschen, Die Bremer Stadtmusikanten, Gevatter Tos, Machandelbaum und Rumpelstilzchen.

Als besonderes Highlight gibt es in diesem Jahr erstmals das Dinner for One. Der genüsslich-humorvolle Ausklang eines turbulenten Jahres und vielleicht der Beginn einer kultverdächtigen Veranstaltung. Weitere Infos gibt es online und am Telefon unter (030) 939 35 85 55.

red, Bild: Daniel Wetzel