Sony Center wechselt Besitzer

Immobilien: Touristen-Hotspot für 1,1 Milliarden Euro an kanadischen Pensionsfonds verkauft.

Das Sony Center am Potsdamer Platz gehört zweifellos zu den gefragtesten Zielen bei Berlin-Besuchern. Nun wechselt der Büro- und Unterhaltungskomplex mit dem markanten, gläsernen Dach erneut seinen Besitzer. Ein kanadischer Pensionsfonds und ein US-Investor haben den gesamten Komplex für rund 1,1 Milliarden Euro erworben. Erst vor sieben Jahren gab es den letzten Besitzerwechsel.

Damals übernahm der koreanische Pensionsfonds NPS das moderne Ensemble für einen Kaufpreis von 572 Millionen Euro. Der Verkäufer hat aber nicht nur mit dem gesteigerten Verkaufspreis einen Gewinn gemacht. Auch von der Grunderwerbssteuer wird bei diesem Verkauf abgesehen. Grund dafür sei, dass es sich um einen sogenannten Share-Deal handele, bei dem nur Anteile an der Gesellschaft, die das Sony Center hält, verkauft werden, nicht aber die Häuser selbst. Aber auch die Käufer, Oxford Properties, freut sich über den Erwerb der beliebten Immobilie im Herzen Berlins.

„Wir freuen uns, dass das Sony Center Teil des hochwertigen globalen Portfolios von Oxford Properties wird und darüber, dass wir nun auch in Berlin investieren, einer der am schnellsten wachsenden und dynamischsten Städte Europas“, so Oxford-Manager Paul Brundage. Das Sony Center besteht aus acht Bürohäusern mit einer Mietfläche von 112.000 Quadratmetern. Mieter sind unter anderem Sony, der Pharmakonzern Sanofi, das Land Berlin, das Co-working-Büro von WeWork Berlin und Facebook. Im Glastower befindet sich zudem die Konzernzentrale der Deutschen Bahn.

Entworfen wurde die beeindruckende Glas-Stahlkonstruktion von dem deutsch-amerikanischen Star-Architekten Helmut Jahn, wobei vor allem die Dachkonstruktion für Aufsehen sorgte und sorgt. Laut Forum Event Management lockt das Sony Center jährlich rund acht Millionen Besucher an, pro Tag sind das dann schon mal rund 30.000 bis 35.000 Menschen, die das Areal besuchen.

(red/kr)