Germanen, Kanonen und alte Dampfloks

Eine Führung durchs Bezirksmuseum zeigt die Geschichte Reinickendorfs.

Am 15. Oktober findet um 15 Uhr eine Führung durch die Ständige Ausstellung im Museum Reinickendorf statt. Das Museum Reinickendorf ist in der alten Dorfschule in Hermsdorf untergebracht, an die noch ein historisches Schulzimmer erinnert. Ein Handwerkerraum, eine Försterstube, der Raum „Raus ins Grüne“ und eine Arbeiterküche aus der Zeit um 1920 illustrieren die Entwicklung des Ortes im Norden Berlins vom ländlich geprägten Dorf über die Industrialisierung und Eingemeindung nach Berlin bis hin zu einem Ausflugsziel für Städter.

Industriegeschichte

Ein im Jahr 2013 neu hinzugekommener Raum geht auf die Rolle Reinickendorfs für die Rüstungsproduktion der Nationalsozialisten, die französische Besatzung und die Folgen der deutschen Teilung ein. Zudem wurde das Arbeitszimmer des 1997 verstorbenen Arztes, Philosophen, Künstlers und Schriftstellers Wladimir Lindenberg im Museum rekonstruiert.

Frühgeschichte

Auch die ältere Geschichte der Region wird anschaulich. Im Raum für Vor- und Frühgeschichte ist etwa das Profil einer altsteinzeitlichen Vorratsgrube aus dem Tegeler Fließ zu sehen, im „Sechs-Dörfer-Raum“ wird die Entwicklung des Bezirks aus den mittelalterlichen Dörfern Tegel, Hermsdorf, Lübars, Heiligensee, Wittenau und Reinickendorf erklärt. Auf dem Freigelände hinter dem Museum wurde ein germanisches Gehöft rekonstruiert, das aus dem begehbaren Langhaus, dem Webhaus und einem Speicher besteht.

Der Eintritt zum Beuch und zu den Führungen ist frei. Mehr Infos zu weiteren Veranstaltungen des Museums gibt es hier.

Kontakt

  • Museum Reinickendorf
  • Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin
  • 030/404 40 62

(red)