So geht Prosa!

Veranstaltung: Brotfabrik lädt zur Langen Literaturnacht.

„Kunst ist Lebensmittel“. Unter diesem Motto veranstaltet die Brotfabrik am Caligariplatz regelmäßig Lesungen, Filmvorführungen und ist Standort für Ausstellungen und besondere Kulturveranstaltungen. Hier reiht sich auch die „Lange Nacht der poetischen Prosa“ am 28. Oktober ein. Ab 19.30 Uhr gibt es hier Prosa außerhalb der marktkonformen Unterhaltungsromane. Die Veranstaltung auf der BrotfabrikBühne ist dabei eine Benefizveranstaltung zugunsten der Gemeinschaftsunterkunft Treskowstraße in Berlin-Heinersdorf. Alle Autoren und Moderatoren beteiligen sich dann auch ehrenamtlich. Zudem spendet das Kulturzentrum an der Weißenseer Spitze die kompletten Abendkasseneinnahmen für die Einrichtung einer Bibliothek in der besagten Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete. Insgesamt präsentieren 17 Autoren ihre prosaischen Werke.

Neue Prosa

Darunter auch Anja Kümmel, Bernd Lüttgerding und Daniel Ketteler. Allen gemein ist die Idee mutige, unkonventionelle, experimentelle und vor allem poetische Prosa zu zeigen und unter Beweis zu stellen, dass die deutschsprachige Gegenwartsprosa durch eine inhaltliche wie formale Vielfalt besticht. Damit möchten sie aber auch auf die Lage vieler Geflüchteter aufmerksam machen. Das literarische Herbstevent wird dann auch gleichzeitig eine Benefizveanstaltung für Flüchtlinge. Die Moderation des Abends übernimmt die Schriftstellerin, Verlegerin und Übersetzerin Zoë Beck sowie der Initiator und Moderator der queer-schillernden Lesereihe „Konzept*Feuerpudel“ Alexander Lehnert. Kurator der Veranstaltung ist der Schriftsteller und Programmverantwortliche für Literatur in der Brotfabrik Alexander Graf. Buchhändlerisch wird der Abend von Krischa Hasselbach begleitet, die von der unabhängigen Buchhandlung Disko in der Florastraße kommt. Auch einige Verlage sind als Partner dabei. Sie alle wollen das Thema Geflüchtete weiter im öffentlichen Bewusstsein halten. Die Lange Nacht der poetischen Prosa fungiert somit als Einflussnehmer auf politische Zusammenhänge und leistet zeitgleich einen wichtigen Beitrag zur Willkommenskultur. Die Karten kosten an der Abendkasse zehn beziehungsweise ermäßigt acht Euro. Wer weitere Infos zur Veranstaltung oder zum gesamten Programm der Brotfabrik haben möchte, findet online alles Wissenswerte. www.brotfabrik-berlin.de

kr/red, Bild: Thinkstock/istock/ rihard wolfram