Bezirk will die „Situation beenden“

 Obdachlosencamp: Termin für die Räumung des Camps steht noch nicht fest.

Nur 50 Meter vom Berghain und 150 Meter von der nächsten Polizeiwache entfernt ist an der Helsingforser Straße ein illegales Obdachlosencamp entstanden.   Die hygienischen Zustände vor Ort sind katastrophal. Der Bezirk will „diese Situation beenden“. Wann dies geschehen soll, darüber werde man nicht im Vorfeld informieren.

Die etwa 70 Menschen, die seit mehreren Monaten dort leben, kommen unter anderem aus Polen, der Ukraine, der Schweiz und Deutschland. Es sind  Obdachlose, Punks, Drogenabhängige  und gescheiterte Existenzen. Wie die „Berliner Zeitung“ als erste berichtete, campieren sie nun schon seit mehreren Monaten in dem Park an der Grünfläche des einstigen Wriezener Bahnhofgeländes neben dem berühmten Club.

Mittlerweile gebe es auf der Anlage neben Müll und Kot einen massiven Rattenbefall, so der Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Ordnung, Schule und Sport Andy Hehmke (SPD): „Derzeit arbeiten das Ordnungsamt, das Straßen- und Grünflächenamt und das Sozialamt in Abstimmung mit der Polizei daran, die Situation zu beenden, insbesondere um eine wirksame Rattenbekämpfung herzustellen. Über konkrete Termine wird das Bezirksamt im Vorfeld nicht informieren.“ So auch Sara Lühmann, die Pressesprecherin des Bezirks Friedrichshain/Kreuzberg: „Das Bezirksamt hat sich entschieden, auf der Grünfläche an der Helsingsforser Straße aufzuräumen, um dort zum Schutze der öffentlichen Gesundheit wieder hygienische Zustände herzustellen. Ein Termin hierfür steht noch nicht fest.“

Weiterhin, fuhr sie fort,  könne das Ordnungsamt nur Platzverweise aussprechen, die lediglich zu einer Verdrängung an andere Orte oder möglicherweise der Rückkehr an denselben Platz führen würden. Bis dahin könne man lediglich versuchen, den Park einigermaßen sauber zu halten.

red, Bild: Imago/Bernd Friedel