Leichenhalle wird Ausstellungsort

Kultur: Umbau auch unter der Erde.

Das Freigelände im Kulturquartier „silent green“ hat sich in eine Baustelle verwandelt. Unter der großen Wiese des ehemaligen Krematoriums am Nettelbeckplatz wird die frühere Leichenhalle, die zu Beginn der 2000er-Jahre nur kurzzeitig in Betrieb war, zu einer Ausstellungs- und Konzerthalle umgebaut. In der so genannten „Betonhalle“ soll künftig ein „Zentrum für Bewegtbildkunst“ entstehen. Die fensterlosen Wandflächen der Halle eignen sich gut für die Projektion von Film- und Videokunst-Installationen.

Präsentiert werden sollen wechselnde Ausstellungen, die auch Brücken zu anderen Kunstrichtungen wie Fotografie, Malerei, Performance sowie Objekt- und Klangkunst schlagen sollen. Die Umbauarbeiten sollen bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Entlang der Adolfstraße sollen zudem über der ehemaligen Zufahrt zur unterirdischen Halle sechs Studio-Apartments entstehen. Dort sollen unter anderem die Stipendiaten wohnen und arbeiten, die mit den dort ansässigen Kulturorganisationen zusammenarbeiten.

(red)