250 Engagierte halfen mit

Aktionstag: Große Beteiligung bei 20 Mitmachaktionen.

Mit großem Eifer sind Kinder dabei, die Hochbeete ihrer Kita „The Animal House“ für das nächste Jahr vorzubereiten. Sie sind die jüngsten Teilnehmenden der ersten Lichtenberger Freiwilligentage, die am 8. und 9. September stattfanden. An mehr als zwanzig Orten im Bezirk engagierten sich Freiwillige, um ihre Kieze zu verschönern, in der Nachbarschaft zu helfen und das Miteinander der Generationen zu fördern.  An anderen Orten standen Putz- und Aufräumarbeiten im Vordergrund. So wurden in Hohenschönhausen Süd die Freiflächen vor dem Albatros-Stadtteilzentrum gepflegt. „In zwei Wochen sind wir wieder Wahllokal“, sagt Stadtteil-Koordinatorin Sabine Kanis. „Da soll doch auch der Ort die Menschen zur Beteiligung einladen.“

Dringend Hilfe

Im Sozialsupermarkt des Berliner Engel e.V. nähe Bahnhof Lichtenberg in der Frankfurter Allee 226 war großer Aktionstag. Gesine Loetzsch (Die Linke), Lichtenberger Abgeordnete im Bundestag war zur Besuch und überreichte auch einen Spendenscheck in Höhe von einhundert Euro.  Seit sechs Jahren leitet Peter Gnädig die Geschicke des Vereins, der Standorte mit Hilfseinrichtungen in Pankow, Wedding und Lichtenberg unterhält. „Rund 700 Familien führen wir allein in unserer Lichtenberger Kundenliste“, sagt er. Hier können sich Menschen mit einem Einkommen unter 1100 Euro registrieren lassen und zu äußerst günstigen Preisen Lebensmittel einkaufen. Diese bekommt der Verein von Discountern und Supermärkten gespendet. „Ein paar mehr helfende Hände  können wir auch in Zukunft dafür gebrauchen. Vor allem Menschen mit Führerschein, die einen unserer fünf Transporter steuern können und dürfen, sind herzlich willkommen“, sagt Gnädig. Der Bedarf an den günstigen Lebensmitteln sei in den vergangenen Jahren trotz Wirtschaftsboom enorm gewachsen. Ein Beobachtung, die auch Gesine Loetzsch bestätigen kann. „Neben den Arbeitslosen und Rentnern sind es ja auch immer mehr Geringverdiener, die auf diese Form der Angebote angewiesen sind“, so die Bundestagsabgeordnete.

Geputzt und repariert

Große Beteiligung auch an den Aktionen in den Unterkünften für geflüchtete Menschen. In der Konrad-Wolf-Straße und in der Köpenicker Allee wurden Fahrräder repariert. In der Bornitzstraße gab es eine Märchenstunde für Kinder, dann wurde gemeinsam gekocht und gegessen. In der Werneuchener Straße hieß es „Tschüss Tristesse! Unser Hof soll schöner werden!“ Jetzt stehen dort Blumenkübel und der Ort ist gemütlich.

Mit Party

Eröffnet wurden die Aktionen durch Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke), der beim Verein „Kiezspinne“ mit anpackte. „Menschen, die sich hier freiwillig engagieren, verdankt unser Bezirk viel. Ihr Engagement bereichert unser Gemeinwesen und macht Lichtenberg zu einem lebendigeren, liebenswerteren Ort“, so Michael Grunst. Er lud alle Teilnehmenden zu einer Danke-Party am vergangenen Freitag ein.

red / Stefan Bartylla