Ehrung für NS-Gegner

Erinnerung: Stolperstein wird in Parchimer Allee verlegt.

Anlässlich der Stolpersteinverlegung zu Ehren des Widerstandskämpfers Wienand Kaasch findet am
7. September vor dem Haus Parchimer Allee 94 ein öffentliches Gedenken statt. Der Beginn ist um 10 Uhr.

Das  Haus war der  letzte Wohnort des Instrukteurs der Kommunistischen Internationale für die KPD-Bezirksleitung Berlin-Brandenburg. Während seiner illegalen Tätigkeit in Berlin hat er sich vor allem um die Herstellung der Aktionseinheit von Sozialdemokraten und Kommunisten und um den Wiederaufbau der Freien Gewerkschaften bemüht, berichtet die Anwohnerinitiative „Hufeisern gegen Rechts“.

Der KPD-Funktionär Wienand Kaasch lebte
bis 1935 in der Hufeisensiedlung

Illegales  Treffen

Am 7. August 1935 verhaftete ihn die Gestapo nach einem illegalen Treffen mit anderen Widerstandskämpfern in der Nähe der Hundekehle in Zehlendorf. Vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu  elf  Jahren Zuchthaus verurteilt, verstarb  Wienand Kaasch infolge der Haftbedingungen am 19. Januar 1945 im Zuchthaus Luckau. Im Rahmen der Veranstaltung, in der auch der Stolperstein präsentiert wird, sprechen unter anderem der Neuköllner Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer (SPD) und Jürgen Schulte von  „Hufeisern gegen Rechts“ sowie Vertreter der IG Metall Berlin-Brandenburg, die den Stein finanziert hat. Musikalisch begleitet wird die Ehrung von Isabel Neuenfeldt. Zu diesem Anlass wird überdies eine Broschüre herausgegeben, in der zwei Gewerkschafter aus der Hufeisensiedlung Informationen über das politische Leben von Wienand Kaasch zusammengetragen haben. Aus terminlichen Gründen könne  der Künstler Gunter Demnig den Stolperstein erst  9. September um 10.30 Uhr an gleichem Ort verlegen, heißt es weiter. Umrahmt wird die Aktion vom Schalmeienorchester „Fritz Wieneck“.

Weitere Informationen online

www.hufeiserngegenrechts.de

www.stolpersteine-berlin.de

red, Bild: Archiv