Viel schneller und viel leiser

Neubau: Modulare Wohnblöcke entstehen.

Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land errichtet derzeit auf dem Gelände Späthstraße/ Chris-Gueffroy-Allee 3 in familienfreundlicher Umgebung drei Wohnblöcke mit jeweils drei bis vier Geschossen, in denen 78 Wohnungen entstehen. Im Außenbereich werden Grünflachen, ein Kinderspielplatz sowie Spielflächen für ältere Kinder angelegt. Der Zugang erfolgt über die Chris-Gueffroy-Allee.

Mobiler Kran

Bei der hier angewandten modularen Bauweise wird der komplette Rohbau der Wohnungen vorgefertigt. Die Module werden erst auf der Baustelle mit einem mobilen Kran zusammengefügt. Nach vier bis sechs Wochen sollen die Wohnblöcke im Rohbau stehen. Danach erfolgen der Innenausbau sowie die Installation der Haustechnik. Auch die Fassaden und Dächer werden auf der Baustelle hergestellt. Dank der modularen Bauweise ist die Lärmbelästigung deutlich niedriger als bei konventionellen Bauvorhaben. Ende 2017 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen werden.

Verbesserte Situation

Die Wohnungen werden in den ersten Jahren von geflüchteten Menschen bewohnt. Dazu vermietet die Stadt und Land sie an das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), das einen qualifizierten Betreiber auswählt. Dieser wiederum sorgt für die Belegung der Wohnungen und die Betreuung der Bewohner. In der Nachnutzung werden die Wohnungen dann dem öffentlichen Wohnungsmarkt zugeführt. „In wenigen Monaten wird das Bauprojekt die Lebenssituation für viele geflüchtete Familien deutlich verbessern“, erklärte Daniel Tietz, Staatssekretär für Integration bei der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, anlässlich des Montagebeginns. „Das ist wichtig, denn diese Menschen brauchen Rückzugsräume, um hier anzukommen und sich schließlich in unsere Gesellschaft integrieren zu können. Stadt und Land wird mit der Errichtung dazu beitragen, dass dies auch gelingt.“

Grüne Umgebung

Bezirksbürgermeister Oliver Igel äußerte sich ebenfalls zu dem Projekt: „Uns ist es wichtig, geflüchtete Menschen nicht an einigen wenigen Stellen in großen Heimen unterzubringen, sondern in kleinerer Zahl an verschiedenen Orten, verteilt über den Bezirk. So gelingt uns die Integration gemeinsam am besten. Die modularen Bauten passen gut in die Späthstraße mit ihrer grünen Umgebung. Dass das Projekt auch künftig eine flexible Nutzung erlaubt, ist angesichts der Wohnungssituation auch in unserem Bezirk ein entscheidender Vorteil.“

Wichtiger Beitrag

„Im Rahmen unserer Bestandserweiterung sind flexible und schnell zu errichtende Wohnformen ein besonderes und dringend benötigtes Angebot“, hob Ingo Malter, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land hervor. Bis Ende 2025 wolle sein Unternehmen in ganz Berlin einen Bestand von rund 55.000 Wohnungen unterhalten. Modulares Bauen beschleunige die Fertigstellung von Wohnraum und mindere während der Bauarbeiten die Lärmbelästigung für Anwohner. „Gerne leisten wir mit dem Projekt in der Späthstraße einen Beitrag zur Integration von Menschen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten“, betonte Ingo Malter.

red, Bild: KLEUSBERG GmbH & Co. Kg.