Digital oder lieber auf Papier?

Bei der Form des Terminkalenders scheiden sich die Geister.

Nur mit einem gut organisierten Terminkalender lässt sich die berufliche und private Informationsflut heute noch bewältigen. Die Frage ist nur: Sollte man dazu einen digitalen oder einen analogen Planer nutzen. „Die Tendenz geht dazu, dass man zweigleisig fährt, sich also nicht nur auf die elektronische Terminverwaltung verlässt, sondern parallel einen Kalender in Papierform führt“, erklärt Oliver Schönfeld, Redakteur für Berufsthemen beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Für die Nutzung eines haptischen Zeitplaners gebe es gute Gründe.

Kreativ werden

Berufsbedingt müssen viele Arbeitnehmer einen digitalen Kalender führen, im Laptop oder auf dem Smartphone sind alle wichtigen Termine gespeichert. Der Nachteil wird unmittelbar deutlich: Auf diesen Kalender haben meist auch Kollegen Zugriff, man hat die Informationen nie ganz für sich. Und ganz düster sieht es aus, wenn der Akku mal leer ist oder es keine Internetverbindung gibt. Vor allem aber kann man bei einem digitalen Kalender nicht groß gestalterisch tätig werden oder zu den Terminen auch noch persönliche Kommentare schreiben.

Ganz anders ein Zeitplaner in Buchform. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, die Privatsphäre wird gewahrt, man kann ihn überallhin mitnehmen. Man kann Einträge „markern“, umkringeln, mit unterschiedlichen Farben und Kommentaren versehen. Gleichzeitig telefonieren und notieren ist ebenfalls nicht möglich, wenn nur das Smartphone zur Hand ist – wer dagegen einen Zeitplaner aus Papier dabei hat, kann sich während des Gesprächs sofort Notizen machen. Und nicht zuletzt ist ein Kalender in Buchform im Gegensatz zur digitalen Version eine wunderbare Erinnerung an das vergangene Jahr.

Prioritäten setzen

Elegante Zeitplaner im Buchformat sind ein hervorragendes Hilfsmittel, um sich während der Woche auf das Wesentliche zu konzentrieren und so im Job und im Privatleben den Überblick zu behalten. Aber auch größere Zeiträume können damit geplant werden, um letztlich das zu erreichen, was einem wirklich wichtig ist. Denn beim Gebrauch des Zeitplaners geht es nicht in erster Linie um das Einhalten von Terminen, sondern um das Fokussieren auf die aktuellen Aufgaben und das Erreichen mittelfristiger Ziele.

djd, Bild: djd/Weekview/tortoon – stock.adobe.com