Der Kreisel ist saniert

Immobilien: Senat übergibt Wahrzeichen an Investor.

Nach der vom Land Berlin veranlassten Schadstoffsanierung hat die CG Gruppe AG den Steglitzer Kreisel nun im Rohbauszustand übernommen. Der Verkauf des Berliner Wahrzeichens war vor einem Jahr von Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) und  der CG Gruppe, besiegelt worden. Im Laufe der Sanierung wurde unter anderem Asbest beseitigt.  Der ursprünglich angesetzte Kostenrahmen  sei insgesamt deutlich unterschritten worden, hieß es von der Berliner Immobilienmanagement GmbH. Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender der CG Gruppe, blickte stolz auf das Skelett aus Stahl und Beton: „Jetzt kann die Zukunft beginnen. Mit der in Bälde erwarteten Baugenehmigung wollen wir diesem Standort ein neues Gesicht geben und neue Perspektiven in und für die Stadt entwickeln.“ Dazu werde auch die „exponierte Fassadengestaltung“ beitragen.

Verstecktes Juwel

Die CG Gruppe AG hatte den Bauantrag für die Neugestaltung des Steglitzer Kreisels im Dezember 2016 eingereicht. „Wir haben intensiv an der Planung gearbeitet und den angekündigten Zeitpunkt für den Bauantrag eingehalten. Das Team freut sich jetzt auf die nächsten Schritte, die das versteckte Juwel mehr und mehr ans Tageslicht bringen“, sagt Jürgen Kutz, Vorstand der CG Gruppe AG.

Das über ganz Berlin sichtbare Hochhaus ist Teil des bekannten Gebäudeensembles Steglitzer Kreisel.  „Bis in die Höhe von 118,5 Metern entstehen dort etwa 327 Wohnungen in unterschiedlicher Größe“, so Kutz. Erklärtes Ziel des Unternehmens sei die Schaffung günstigen Wohnraums durch „digitales Bauen“. Der Steglitzer Kreisel wurde als Gebäudekomplex mit Bürohochhaus in den 1970er-Jahren errichtet. Den Hauptteil  bildet das 118,5 Meter hohe Verwaltungsgebäude mit 30 Stockwerken, eines der höchsten Hochhäuser der Stadt. Bis Ende 2007 war dort  das Bezirksamt  untergebracht. Seitdem steht der Bau leer.

Der Kreisel beherbergt zudem einen Bus- und U-Bahnhof, ein Hotel, zahlreiche Ladenlokale sowie ein Parkhaus.

red, Bild: Fuchshuber Architekten /Henning Dannmeier