Damals in Alt-Buckow

Kiez-Historie: Neues Buch über Traditionen und Anekdoten.

Buckow steht nicht unbedingt ständig im Rampenlicht, dabei hat der Ortsteil einiges zu bieten. Zum Beispiel das Nebeneinander von Großstadt- und Dorfflair. Und nicht zuletzt viele Anekdoten und Traditionen aus jener Zeit, als Berlin noch weit weg war. In seinem Buch „Alt-Buckower Geschichte(n)“ erweckt der Autor Hartmut Christians das historische Erbe zu neuem Leben.

Haus für Haus

Buckow ist ländlich und großstädtisch zugleich. Kleingärtnerparadies trifft auf achtgeschossige Hochhäuser, Gewerbegebiet und Einfamilienhäuser finden sich neben uralten Bauernhäusern und einer der ältesten Dorfkirchen Berlins. Was wurde aus den ehemals stolzen Gehöften, wer waren die Menschen, die einst dort lebten und die Felder und Wiesen bewirtschafteten? Das Buch gibt einen Einblick in die Geschichte des alten märkischen Angerdorfes und seine Entwicklung zum Ortsteil einer Weltmetropole. Jedes Haus hat eigenes Kapitel: Der Autor erzählt, wie aus Bauernhöfen Einfamilienhäuser für Stadtmenschen wurden und wie es den Familien hinter den Mauern ergangen ist. Mit einem kompakten Umfang von 184 Seiten, seiner übersichtlichen Struktur und einer Fülle von Illustrationen eignet sich das Taschenbuch hervorragend für die schnelle Lektüre zwischendurch, aber auch zum gezielten Nachschlagen.

Hartmut Christians, Jahrgang 1968, wuchs auf einem Hof im Dorfkern von Alt-Buckow auf. Bereits früh machte er sich mit der praktischen Landwirtschaft vertraut und beschäftigt sich seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlich mit der Heimatforschung in diesem alten Neuköllner Ortsteil. Wer das im Handel erhältliche Buch (erschienen im L&H-Verlag, 12,80 Euro) kauft, tut damit übrigens auch ein gutes Werk. Hartmut Chri-stans spendet seinerseits den kompletten Erlös an das Projekt „Hand an Hand“, das sich am Vivantes Klinikum Neukölln für geflüchtete Kinder einsetzt.

Nils Michaelis, Bild: L&H Verlag