Spatenstich für Neubau eines Übergangshauses

Soziales: In Wilhelmsruh errichtet der soziale Träger Gebewo ein Quartier für insgesamt 46 wohnungslose Menschen.

Der soziale Träger Gebewo hat sich in Abstimmung mit dem Bezirksamt und der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales dazu entschieden, ein neues Übergangshaus für wohnungslose Menschen in der Kopenhagener Straße 81 im Ortsteil Wilhelmsruh zu bauen. Das neue Übergangshaus wird 46 Wohnplätze haben, teilweise werden diese rollstuhlgerecht sein. Der Grundstückserwerb wurde mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin realisiert, für den Neubau werden etwa 3,2 Millionen Euro seitens der Gebewo investiert. Mit einer Eröffnung wird im September 2018 gerechnet.

Wachsender Bedarf

Der Baubeginn wurde mit einem ersten Spatenstich gewürdigt. Rona Tietje, Bezirksstadträtin für Jugend, Wirtschaft und Soziales freut sich „auf das neue Übergangshaus Pankow“ und bestätigt, dass es einen „wachsenden Bedarf an Hilfeformen in nahezu allen Segmenten der Wohnungslosenhilfe“ gibt. Gebewo-Geschäftsführer Robert Veltmann betonte die Notwendigkeit eines Neubaus. In Berlin gebe es zwölf Überganghäuser mit zusammen 338 Plätzen. „In einer wachsender Stadt mit steigenden Wohnungslosenzahlen“, so Veltmann, „ist das zu wenig.“

Familien betroffen

In Berlin steigt die Anzahl wohnungsloser Menschen seit mehreren Jahren spürbar an. Mindestens 20.000 Menschen sind in der Hauptstadt ohne eigenes Zuhause und benötigen dringend Unterstützung. Dabei sind nicht nur Einzelpersonen sondern auch mittlerweile sogar Familien mit Kindern betroffen. Die Gebewo betreibt das Übergangshaus Grabbeallee mit 24 Plätzen. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr modernen baulichen Standards.

Manfred Wolf, Bild: Lena Obst