Helmut Walz mit Verdienstkreuz am Bande geehrt

Der Reinickendorfer organisiert Gedenkfahrten in die Tschechische Republik mit Schülern aus dem Bezirk.

Der Reinickendorfer Helmut Walz (79) engagiert sich seit 27 Jahren für die Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Kriegs- und Gewaltherrschaft. Als Vorsitzender des Vereins „Arbeitskreis Politische Bildung, Vergangenheit – Zukunft e. V.“ steht für ihn die Erinnerung an die Opfer des tschechischen Ortes Lidice im Mittelpunkt seiner Arbeit. Der Verein hat sich zum Ziel gemacht, die Erinnerung und das Gedenken an diese Arbeit lebendig zu halten. Dazu führt der Verein jährlich Gedenkfahrten auch mit Reinickendorfer Schülern durch, die jeweils im Juni an den Gedenkfeiern der Tschechischen Republik in Lidice teilnehmen.

Diese ehrenamtliche Arbeit für das Gemeinwesen und die deutschtschechische Völkerverständigung ehrte der Bundespräsident im Mai mit Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Aus den Händen des Bezirksbürgermeisters Frank Balzer erhielt Helmut Walz am 13. Juni anlässlich des Besuchs einer tschechischen Delegation unter Leitung der Bürgermeisterin Lidices am Rosenbeet des Rathauses Reinickendorf im Rahmen des Gedenkens zum 75. Jahrestag der Deportation der Frauen von Lidice in das NS-Konzentrationslager Ravensbrück den Verdienstorden. „Das Erinnern zu bewahren und an die junge Generation Reinickendorfer Schülern weiterzugeben ist die Lebensaufgabe von Herrn Walz. Es schmückt unseren Bezirk, dass wir Menschen wie ihn als engagierte Bürger unter uns wissen können, ohne die unser freiheitlich-demokratisches Gemeinwesen nicht erfolgreich sein könnte. Wir achten das hohe Engagement von Menschen wie Helmut Walz und sind ihm zu Dank verpflichtet“, erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Thorsten Koch.

Koch war auch einer von drei öffentlichen Personen, die beim Bundespräsidenten die Ehrung von Helmut Walz für die höchste Auszeichnung Deutschlands vorgeschlagen haben.

Red., Bild: BezGerald Walk