Terrorverdacht in Köpenick

Polizei nimmt Heimbewohner fest.

Die Bundesanwaltschaft hat zwei Terrorverdächtige verhaftet. Polizisten durchsuchten am Dienstagmorgen ein Flüchtlingsheim in der Alfred-Randt-Straße. Dort war der 23-jährige Moussa H.A., der aus der syrischen Stadt Rakka stammt, seit rund anderthalb Jahren untergebracht. Nach Angaben der Generalbundesanwaltschaft soll er in Syrien der Terrorgruppe „Jabhat al-Nusra“ angehört und sich an Kämpfen gegen die Truppen des Machthabers Assad beteiligt haben, so übereinstimmende Medienberichte.

Bei der Festnahme am Morgen war nach Angaben von Anwohnern ein riesiges Polizeiaufgebot vor Ort. Der Beschuldigte sei ein absolut freundlicher Mensch gewesen, erklärte Heimleiter Peter Hermanns. Darüber hinaus sei er regelmäßig zum Deutschkurs gegangen, habe sich im Heim engagiert und sei dort, im Gegensatz zu vielen anderen Bewohnern, sehr präsent gewesen. Hinweise auf islamistisches Gedankengut habe es bei ihm nicht gegeben. Ein mutmaßlicher Komplize des Mannes wurde in Sachsen-Anhalt verhaftet.

(red)