Das heimliche Verschwinden der bronzenen Gertraude

Sieht irgendwie verwaist aus: die Gertraudenbrücke

Die Getraudenbrücke soll auf Vordermann gebracht werden, auch die Brückenheilige wird einer Schönheitskur unterzogen.

Schon verrückt: Da glaubt doch die Senatsverwaltung für Kultur, Abteilung Denkmalschutz, tatsächlich, sie könne eine der markantesten und beliebtesten Skulpturen in Mitte einfach mal so entfernen und kein Mensch würde nach deren Verbleib fragen. Beim Berliner Abendblatt gingen Dutzende Anrufe ein, in denen sich besorgte Menschen nach dem Verbleib der 1896 von Rudolf Siemering modellierten Brückenheiligen erkundigten.

Ihnen allen zur Beruhigung: Hier waren keine Bronzediebe am Werk, hier hat das Berliner Amt für Denkmalschutz die Gunst der Stunde, die Sanierung der Brücke, genutzt, auch Getraude höchstselbst einer ausgiebigen Schönheitskur zu unterziehen. Zurzeit steht sie im Depot in Friedrichsfelde und soll 2018 auf ihren angestammten Platz zurückkehren.

Ulf Teichert, Bild: Fritz Zimmermann