Afrikanische Skulptur-Kunst im Tierpark

Ausstellung: Auch Mitmachkurse sind bis Oktober im Angebot.

In beeindruckender Größe steht der schwarze Koloss an seinem neuen Standort zwischen Giraffen, Zebras und Elefanten. Das mehr als drei Tonnen schwere Nashorn ist rund 12.600 Kilometer gereist, besteht aus schwarzem Serpentin-Stein und ist eine der rund 30 tierischen Skulpturen, die im Tierpark Berlin derzeit zu sehen sind. In Zusammenarbeit mit dem Galeristen Bastian Müller-Mühlinghaus zeigt die Skulpturen-Ausstellung SHONA-ART von Hand geschaffene Unikate aus Afrika. Bis Oktober 2018 sind die zeitgenössischen Bildhauerarbeiten aus Simbabwe im Tierpark zu sehen. Bei der traditionellen Shona-Kunst – benannt nach der größten Bevölkerungsgruppe des Landes – kommen ausschließlich Hammer, Meißel und Feile zum Einsatz. Sind die Formen dann aus dem Stein gehauen, bekommen sie mithilfe von Wasser und Schleifpapier ihren charakteristischen Glanz verpasst.

Zum Mitmachen

Die Skulpturen erzählen von den spirituellen Wurzeln der Künstler und den fabelhaften Legenden Simbabwes. Zusammen bringen die Skulpturen über 40 Tonnen auf die Waage. Wer den Zauber der afrikanischen Mystik aber dennoch in seine heimischen vier Wände transportieren möchte, wird die Möglichkeit dazu haben: Im Laufe der Ausstellung werden verschiedene simbabwische Künstler Bildhauerkurse anbieten. Interessierte Hobbykünstler aller Altersklassen haben die Gelegenheit, im Tierpark den original simbabwischen Serpentinstein unter professioneller Anleitung zu bearbeiten und eine eigene Skulptur zu erschaffen. Zwei Tage Steinbildhauer-Kurs kosten 120 Euro, jeder weitere Tag kostet 40 Euro plus 3 Euro pro Kilo Rohstein.

red, Bild: Bild:Ephias Chivhunga