Auch Spandau ist ein Teil der IGA-City

Die einheitliche Beschilderung der Grünfläche am Lindenufer ist fester Bestandteil der IGA-Aktivitäten in der Hauptstadt.

Zusammen mit der Vorsitzenden der Vereinigung Wirtschaftshof Spandau e.V. Gabriele Fliegel, hisste Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank die Fahne zur Internationalen Gartenausstellung, die vergangene Woche in Marzahn eröffnet wird. Spandau hat sich unter anderem auch am dezentralen Konzept „Berlins grüne Orte“ mit der einheitlichen Beschilderung an der Grünfläche am Lindenufer beteiligt. Spandau ist somit Mitglied des Netzwerkes und zeigt seine Verbundenheit mit der IGA 2017 in Berlin.

Abwechslungsreiches Gelände

Als Vorbild für den jetzt im Rahmen der IGA eröffneten Naturerfahrungsraum Kienberg gilt das Projekt Spieroweg in Spandau. Das vom Verein Staakkato Kinder und Jugend e.V. betreute Gelände ist eine fast 10.000 Quadratmeter große, abwechslungsreich gegliederte Brachfläche mit Dschungelcharakter. Verschiedene Obst- und Nussbäume, dichte Gebüschstrukturen und flächige Hochstaudenfluren laden zum Naschen, Verstecken, Erkunden und Spaßhaben ein. Spiel-Hügel und Senken zum „Matschen“ bieten den Kindern Möglichkeiten, ihren Tast- und Bewegungssinn einzusetzen und zu schulen.

Spielerisches Ausprobieren.

Mit Beginn der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017 (IGA) wird auch ein Naturerfahrungsraum am Kienberg eröffnet – ein echtes Highlight für kleine Besucher. Hier finden sie viel Natur zum Anfassen und können sich spielerisch ausprobieren. Der Naturerfahrungsraum auf dem Kienberg ist wie sein Spandauer Vorbild eine Pilotfläche aus dem Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben „Naturerfahrungsräume“, einem Projekt der Stiftung Naturschutz Berlin.

Verdichtete Stadt

Viele Studien zeigen, dass die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern positiv durch Naturerfahrungen beeinflusst wird. Leider gibt es viel zu selten geeignete Flächenangebote im Wohnumfeld von Kindern, die in Metropolen wie Berlin aufwachsen. Angesichts der sich nach und nach verdichtenden Stadt haben natürliche Freiräume eine wichtige Bedeutung. Der Naturerfahrungsraum „Wilde Welt“ am Kienberg wird daher auch über die Laufzeit der IGA hinaus geöffnet bleiben.

Wissenschaftliche Begleitung

Mit dem bei der Stiftung Naturschutz Berlin angesiedelten Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben werden die Einrichtung und der Betrieb derartiger Flächen realisiert. Das Vorhaben umfasst neben den Flächen in Spandau und Marzahn-Hellersdorf auch das Projekt Moorwiese in Pankow. Die Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) begleitet das Vorhaben wissenschaftlich. Die in Berlin gesammelten Erfahrungen sollen für andere Städte und Akteure als Leitfaden aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden. Das Vorhaben wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie durch die jeweiligen Bezirksämter und die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gefördert und vom Landesbeauftragten für Naturschutz und Landschaftspflege unterstützt.

Pumpe eingeweiht

Kurz vor Ostern konnte übrigens die neue Pumpenanlage für die Wasser-Spiel-Landschaft auf der Erweiterungsfläche des Naturerfahrungsraumes am Spieroweg in Betrieb genommen werden. Sehr zur Freude der Verantwortlichen des Staakkato e.V., einer im Stadtteil tragenden Einrichtung für Angebote für Kinder und Jugendliche im künstlerischen Bereich, für die politische Bildung und für Freizeitaktivitäten. Dies geschieht sowohl im Familienhaus am Cosmarweg als auch in Angeboten, Kursen und Workshops an Kitas, Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen. So trägt Staakkato zum Beispiel die Arbeit an der Kunstschule-Sophie-Scholl im Geschwister-Scholl-Haus oder die Musikschule mit dem Staakkato-Jugendensemble und die Tanzkurse und -gruppen im Jugendzentrum STEIG.

Red., Bild: Bezirksamt Spandau