GdP: Polizei schlecht ausgerüstet

Mangel im Anti-Terror-Kampf beklagt.

Die Berliner Polizei ist nach Ansicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gerade für den Anti-Terror-Kampf zu schlecht ausgerüstet. Vor allem fehlten Schutzwesten in den gängigen Größen, sagte GdP-Sprecher Benjamin Jendro in der rbb-„Abendschau. Die vorhandenen Westen böten beispielsweise keinen Schutz gegen Schüsse aus Gewehren, mit denen in der Terrorbekämpfung gerechnet werden müsse. Deshalb kauften sich Beamte auch Schutzwesten aus eigener Tasche, die um die 800 Euro kosteten. Polizeipräsident Klaus Kandt verwies auf das umfassende Sicherheitspaket, das der Berliner Senat im Januar in Höhe von 45 Millionen Euro beschlossen habe. In diesem Jahr habe die Innenverwaltung bereits 1.200 neue Schutzwesten angeschafft. Am Dienstag ging die Ausschreibung für 6.000 weitere Westen raus, sie dauere dann 30 Tage. Kandt rechnet damit, dass im Herbst die Auslieferung der Schutzwesten beginnt. Zuvor hatte die GdP kritisiert, dass seit dem Beschluss des Sicherheitspakets zu wenig in Berlin geschehen sei.

(dpa/bb)