Großbrand in Schöneberger Wohnhaus

110 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Ein verheerender Brand in Schöneberg hat den Seitenflügel des fünfstöckigen Wohnhauses an der Nollendorfstraße 6, direkt gelegen am U-Bahnhof Nollendorfplatz, beinahe komplett zerstört. Wie die Feuerwehr mitteilte, hatten die Einsatzkräfte stundenlang gegen das Feuer gekämpft. Ein Bewohner wurde verletzt. Eine Feuerwehrfrau erlitt einen kurzen Schwächeanfall, erholte sich aber noch vor Ort.

Als das Feuer am Samstag in der Wohnung im dritten Stock des Wohnhauses ausbrach, hatte der Bewohner zunächst versucht, selbst zu löschen. Die Flammen breiteten sich jedoch schnell aus – auch, weil die Wohnung sehr vollgestellt war. Bei der Wohnung sol es sich um eine „Messi-Wohnung“ gehandelt haben, wie der Berliner Kurier berichtete. Die Feuerwehrleute mussten den Mann retten. Er kam mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Weitere Verletzte gab es nicht. Das gesamte Gebäude wurde geräumt.

Der Brand hatte sich bis auf das Dach ausgebreitet. Eine Fläche von insgesamt 850 Quadratmetern stand in Flammen. Das Löschwasser richtete erhebliche Wasserschäden auch in den unteren Etagen an. Bis zum Mittag hatte die Feuerwehr den Brand weitgehend im Griff, war aber noch mit Nachlösch- und Aufräumarbeiten beschäftigt. Der Dachstuhl musste großflächig aufgesägt und auf versteckte Brandherde hin untersucht werden. Am frühen Nachmittag rückten die letzten Einsatzkräfte ab. Mehr als 110 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Auch Helfer der Freiwilligen Feuerwehr löschten mit. Das Deutsche Rote Kreuz betreute die zehn Bewohner, die ihre Wohnungen verlassen mussten. Die Ursache des Brandes und die Schadenshöhe waren am Sonntag zunächst weiter unklar.

Schwerwiegend verletzt wurde niemand, jedoch stehen die Bewohner des Hauses nun ohne Bleibe da. Das Wohnungshaus ist nach dem schweren Brand vorerst nicht bewohnbar.

(dpa/bb/red)