Kieze neu entdecken

Museen Tempelhof-Schöneberg bieten wieder Bezirkstouren an.

Ab sofort gibt es mit den sogenannten „BezirksTOUREN“ wieder eine große Zahl spannender Exkursionen in Tempelhof-Schöneberg. Einen Überblick über die Touren von April bis Oktober bietet das frisch erschienene Booklet im handlichen Taschenformat, herausgegeben von den Museen Tempelhof-Schöneberg. Sie sind dort und in vielen Einrichtungen des Bezirks kostenlos erhältlich.

Unheimliche Geschichten

Das Programm ist weit gefächert, vom (kultur-)historischen Rundgang über die nächtliche Dunkelführung bis zur Galerientour. Die meisten Führungen finden am Wochenende statt, aber in den Monaten Juli und August gibt es erstmals auch After-Work-Spaziergänge, die von den Museen Tempelhof-Schöneberg im Rahmen des MuseumsSommers 2017 veranstaltet werden. Unter fachkundiger Leitung können sich Interessierte auf Spurensuche begeben, neue Orte kennenlernen, das queere Leben in den Blick nehmen oder Literatur unter freiem Himmel und Kunst in historischen Räumen erleben. Die BezirksTOUREN sind wie immer kostenfrei. Manche Veranstaltungen können ohne Anmeldung besucht werden, für andere ist eine Anmeldung erforderlich. Informationen dazu finden sich im Booklet. Am 8. April etwa lädt Marion Feise zu einer Dunkelführung ab 20 Uhr unter dem Motto „Dunkel war’s, der Mond schien helle … Die dusteren Seiten von Tempelhof“ ein. Begleitet von zahlreichen Strophen des klassischen deutschen Unsinnsgedichts geht es bei dieser abendlichen Führung um unheimliche Geschichten aus dem alten Tempelhof. Mit schaurigen Erzählungen und mit Gänsehaut tauchen die Teilnehmer ein in die dunklen Abgründe hinter den sonst so schmucken Fassaden und freundlichen Orten. Bitte Taschenlampen mitbringen! Treffpunkt ist am Kirchhofsportal der Dorfkirche Alt-Tempelhof, Reinhardtplatz. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, also einfach vorbeikommen und gruseln!

Am 17. April entführt Dr. Petra T. Fritsche auf eine spannende Reise durch Friedenau. „Wir sehen die Architektur der vorigen Jahrhundertwende und erinnern uns an berühmte Bewohner, Widerstandskämpfer der Roten Kapelle sowie Schriftsteller und bildende Künstler. Der Spaziergang führt auch durch die Stierstraße, in der 58 Stolpersteine und eine Stolperschwelle liegen. Hier wird von Menschen erzählt, die fliehen oder untertauchen konnten und von denen, die deportiert und ermordet wurden“, so Fritsche. Los geht es um 11 Uhr. Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung per Mail bekannt gegeben. Kontakt: petra.fritsche@freenet.de

Das Booklet mit dem kompletten Programm der Bezirkstouren kann im Internet unter www.jugendmuseum.de/programm-booklets.html eingesehen werden.

(sara/red)