Es darf genascht werden

Markt: Handgemachte Süßigkeiten aus der Region in der Markthalle Neun.

Der Frühling kommt und es darf wieder genascht werden. Zum Berliner Naschmarkt am 2. April, 12 bis 18 Uhr, sind alle Freunde der süßen Sachen zum Schlemmen eingeladen. Es kann probiert, getestet und sich ausgetauscht werden. In der Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42/43, präsentieren sich ausgesuchte Produzenten und Manufakturen aus der Region Berlin/Brandenburg. Alle Süßigkeiten sind handwerklich hergestellt und frei von Zusatz- und Konservierungsstoffen. Laut Hersteller gehören diese Kriterien zu den Qualitätsgrundsätzen des Naschmarktes.

Buntes Programm

Beim Naschmarkt gibt es auch ein Programm für Kinder. In der Kochschule 9 können sie Osterhasen aus Hefeteig backen und diese nach Lust und Laune verzieren. Eine Malwand im Kinderspielplatz lädt ein zum kreativen Austoben und zum Malen von Lieblingsleckereien. Kochschule und Malwand befinden sich am Eingang Pücklerstraße der Markthalle. Auch werden in der Halle viele bunte Eier versteckt sein. Jedes birgt ein kleines Rätsel Wer fünf Lösungen gefunden hat, kann ein Osternest mit richtig guten Naschereien gewinnen. Der Eintritt kostet drei Euro – Kinder, Jugendliche und Nachbarn (Postleitzahl 10997) sowie Berlinpass-Inhaber haben freien Eintritt.Die Idee für einen Berliner Naschmarkt entstand an einem verregneten Sommersonntag im Jahr 2011, als die Slow-Food-Aktivisten Pamela Dorsch und Udo Tremmel und die Inhaber der Markthalle Neun, Bernd Maier, Florian Niedermeier und Nikolaus Driessen, in der damals noch leeren Halle beisammen saßen und über deren Zukunft sprachen. Im Gespräch wurde deutlich, dass süße Lebensmittel häufig unterschätzt werden. Und das, obwohl hierzulande pro Kopf jährlich rund 30 Kilogramm Süßwaren konsumiert werden. Leider stehen dabei selten die geschmackliche Güte, die Qualität der verwendeten Zutaten und die Art der Herstellung im Mittelpunkt. Aber bewusster Genuss von Süßigkeiten ist möglich, sind die Initiatoren des Naschmarktes überzeugt. Insbesondere in einer so vielfältigen Stadt wie Berlin. „Doch wer kann und will schon immer durch die ganze Stadt fahren und mit detektivischem Gespür all die handwerklichen Produzenten von guten Süßigkeiten aufspüren?“ So entstand die Idee, diese für einen Sonntag alle an einem Fleck – der Markthalle Neun – zu versammeln: ein Schlaraffenland für ein paar Stunden und der Traum aller Naschkatzen und -kater!

Süße Entwicklung

Die Geschichte des Berliner Naschmarktes begann am 23. Oktober 2011 mit circa 20 Naschhandwerkern und mehr als 5.000 Besuchern. Seitdem hat sich der Berliner Naschmarkt zu dem bedeutendsten Markt für handwerklich hergestellte Süßigkeiten in der Hauptstadtregion entwickelt. Er zeigt die Vielfalt an handwerklich und aus besten Zutaten hergestellten süßen Lebensmitteln in der Stadt. Der Berliner Naschmarkt wird veranstaltet von der Markthalle Neun GmbH in Kooperation mit Slow Food Berlin und dem Büro für Kulinarische Maßnahmen.

Sara Klinke, Bild: Udo Tremmel/Slow Food Berlin