Millionen-Spritze für den Olympiapark

Geldsegen aus Haushaltsüberschuss für Kunstrasenfelder und Funktionsgebäude in Aussicht.

Aus Haushaltsüberschüssen haben sich im „Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt und Nachhaltigkeitsfonds“ (Siwana), dem Nachfolger von „Siwa“, 1,16 Milliarden Euro angesammelt. Damit will Berlin wichtige Investitionsvorhaben vorziehen. Der größte Posten, knapp 174 Millionen Euro, ist für Schulbau und -sanierung eingeplant. 40,4 Millionen Euro fließen außerdem in das Sicherheitspaket, 75 Millionen in den Kita-Ausbau, 50 Millionen in Investitionen für die Radinfrastruktur, sechs Millionen in den Klimaschutz sowie 52 Millionen Euro in die Modernisierung von Wohngebäuden. Unter den 15 Schulen, die saniert werden sollen, sind aus Charlottenburg-Wilmersdorf die Eichendorff-Grundschule mit 1,3 Millionen Euro sowie die Schule Alt-Schmargendorf mit 3,5 Millionen Euro berücksichtigt.

Auf dem Gelände des ehemaligen und seit 1994 ungenutzten Familienbades im Olympiapark sollen für neun Millionen Euro zwei Kunststoffspielfelder sowie ein Sportfunktionsgebäude errichtet werden. Mit der Schaffung der Kunststoffspielfelder für die Sportarten Hockey, Fußball und Rugby soll der wachsende Bedarf am Standort Olympiapark gedeckt werden. Durch die Ansiedlung der „Sportschule im Olympiapark – Poelchau-Schule“ stieg die Anzahl der täglichen Nutzer um etwa 150 Schüler der Sportarten Hockey und Fußball. Darüber hinaus ist im Olympiapark der Bundesstützpunkt Hockey beheimatet, der weitere Trainingsflächen benötigt. Die barrierefrei zu planenden Sportflächen sollen neben dem Betrieb der beiden neuen Spielfelder auch die Nutzung des Hanns-Braun-Stadions für Behindertensport ermöglichen. Das Stadion dort verfügt über kein Funktionsgebäude und ist für Sportler mit Handicap deshalb derzeit nicht nutzbar.

Zu dem nach dem Terroranschlag am Breitscheidplatz vom Senat beschlossenen Sicherheitspaket gehören 32 Millionen Euro für die Ausstattung der Polizei mit Schutzausrüstung, Waffen und Fahrzeugen sowie fünf Millionen für die Ausstattung der Feuerwehr.

Mh