Der Plan für 50 Millionen Euro

Investitionen: Viel Geld für neue Infrastrukturen.

„Es wird das Jahrzehnt der großen Investitionen werden“, erläuterte Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) Anfang des Jahres seine Einschätzung des aktuellen Berliner Wirtschaftsbarometers. Ein Trend, den auch Neuköllns Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) in ihrer diesjährigen Bezirksamts-Agenda aufgriff und dies mit zahlreichen Aktivitäten in den Bereichen Neubau, Sanierung und Infrastrukturmaßnahmen für ihren Bezirk belegen konnte. Zur Jahrespressekonferenz hatte sie eigens eine Bezirkskarte mit Projektpfeilchen bestücken lassen, um Art und Vielfalt aller geplanten Maßnahmen zu verdeutlichen.

Die großen Projekte

Allein sechs große Neuköllner Neubauprojekte werden in diesem Jahr durch den Bezirk gestartet: Die Leonardo-Da-Vinci-Schule in Buckow, ein Schulerweiterungsbau am Campus Efeuweg in der Gropiusstadt und am Campus Rütli sowie der Bau eines Kinderclubhauses am Dammweg, einer Stadtteilbibliothek und einer Seniorenfreizeitstätte in Rudow und eines neuen Verwaltungsstandortes der Abteilung Jugend und Gesundheit am Buckower Damm stehen an. Auch an den bestehenden Neuköllner Schulen soll in diesem Jahr umfangreich saniert werden. Für 32 Standorte stehen 36,9 Millionen Euro an Investitionssummen bereit, die aus dem Schul- und Sportstättensanierungsprogramm und Mitteln des Sondervermögens Infrastruktur der wachsenden Stadt finanziert werden sollen.

Der Schulbau

„In den vergangenen zehn Jahren haben wir bereits rund 230 Millionen Euro in den Schulbau investieren können. Damit ist uns die Sanierung der Hälfte aller Schulen gelungen“, so Giffey zum Status im Schulgebäudemanagement ihres Bezirks.Auch in Sachen Infrastruktur und Straßenbau will das Bezirksamt reichlich Geld in die Hand nehmen. Mit 8,6 Millionen Euro sollen im Jahr 2017 bis zu 20 Straßen und die Wegeflächen von fünf Grünanlagen erneuert werden. Ganz zentrales Projekt dabei soll die Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes beim Umbau der Karl-Marx Straße darstellen – der dritte Bauabschnitt von der Briesestraße bis zur Weichselstraße soll danach in die Vorbereitung gehen.

Für Bewegung

Bei Sport und Bewegung hat die bezirkliche Planung einige Orte auf dem Zettel: Neben den Grunderneuerungen der Kinderspielplätze am Wildenbruchplatz und der Walterstraße werden auch die Kunstrasensportplätze auf dem Paul-Rusch-Sportplatz und im Stadion Britz-Süd saniert. Für das degewo-Stadion beginnt 2017 der ersten Bauabschnitt zur Sanierung des Umkleide- und Sanitärtraktes. Die finanziellen Mittel aus den diversen Haushaltstöpfen des Senats und Bundes sind schließlich im Moment vorhanden – allein die personelle Situation bedarf nun auch einer Aufstockung. „Angesichts dieser Riesenherausforderungen, die wir allein bei den Hoch- und Tiefbauprojekten in diesem Jahr umzusetzen haben, müssen wir auch personell nachziehen“, so Giffey, die die Besetzung von zehn zusätzlichen Stellen in den relevanten Fachämtern jetzt ankündigte. Zusätzliche weitere Stellenbesetzungen sollen schließlich noch in den kommenden Monaten folgen.

Autor und Bilder: Stefan Bartylla