Potsdamer Straße setzt voll auf Öko

Eine Kiez-Initiative will sie zum grünen Vorzeige-Boulevard machen.

„Eine Straße wird GRÜN“: Das ist das Motto der Interessengemeinschaft (IG) Potsdamer Straße für diesen Sommer. Und mit dieser Idee überzeugte die IG auch die Jury des Wettbewerbs „MittendrIn Berlin“ und wurde mit 35.000 Euro Preisgeld belohnt. Damit will die Kiez-Initiative ihren Boulevard jetzt voll auf Öko trimmen.

Grüne Ideen

Neben zahlreichen Pflanz-Aktionen ist zum Beispiel ein Tag im Juni der Farbe grün gewidmet. Geschäfte, Institutionen und Restaurants rund um die Potsdamer Straße sollen sich in verschiedensten Formen etwas zu diesem Thema überlegen und umsetzen. Kunden und Besucher, die sich an diesem Tag mit grünen Vorschlägen und Ideen beteiligen, werden Rabatte bekommen. „Wir hoffen, dass mehr als die Hälfte der Restaurants und Läden teilnehmen werden“, sagt Regine Wosnitza, Vorsitzende der IG. Die zweite Aktion wird am 29. September am Kleistpark stattfinden. Bei einem großen Straßenfest werden Stände ökologische Produkte anbieten und Organisationen über nachhaltige Initiativen beraten. Gerade die Potsdamer Straße habe eine Öko-Aufwertung dringend notwendig, so die IG-Vorsitzende. Sie ist eine der lautesten, verkehrsreichsten Straßen mit extrem hohen Feinstaubwerten. Um die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger zu erhöhen, sollen Ideen für eine Neuordnung des Verkehrs gesammelt werden. Wosnitza schlägt den Bau eines Fahrradwegs, sowie Verkehrsübergänge zwischen der Gröbelstraße und dem Kleistpark vor. Mehr Pflanzen sollen für bessere Umweltbedingungen sorgen. „Dabei haben wir nicht nur an das optische Erscheinungsbild, sondern vor allem an die Gesundheit der Menschen gedacht“, sagt Regine Wosnitza. Mehr Bäume und Hecken würden Feinstaub und Lärmbelästigungen deutlich verringern.

Impulse für schnellen Erfolg

Zur Umsetzung wird es noch eine Weile dauern, doch durch ihre Aktionstage will die Kiez-Initiative Potsdamer Straße Impulse für einen schnelleren Erfolg setzen. Da sollen beispielsweise Unternehmen, die besonders nachhaltiges Engagement beweisen, finanziell gefördert werden. „Es ist unser Ziel, die Vielfalt der Berliner Kieze und ihrer Zentren zu stärken, denn dort engagieren sich die Berlinerinnen und Berliner für ihre Stadt“, sagt auch Senatsbaudirektorin Regula Lüscher zum Wettbewerb der „MittendrIn Berlin!“ Projekte. Neben der Potsdamer Straße zählen auch die Zentren Weißensee und die Wilhelminenhofstraße in Oberschöneweide zu den Gewinnern des Wettbewerbs.

Marley Lackermann, Bild: IG Potsdamer Straße