Neubau im Brunnenviertel

degewo treibt Entwicklung des Quartiers voran.

Im Brunnenviertel treibt die degewo den Neubau voran. 180 Wohnungen entstehen hier in den kommenden Jahren im Auftrag des landeseigenen Wohnungsbauunternehmens. Viele davon werden als Sozialwohnungen vermietet. Die degewo ist auch Mitglied im Quartiersrat und hat ein eigenes Stadtteilmanagement. Bei einem Kiezspaziergang mit dem degewo-Vorstand Christoph Beck hat Mittes Stadtrat Ephraim Gothe sich einen Überblick über das Engagement und die Neubaupläne verschafft.

Viele Sozialwohnungen

Im Herbst beginnen die Bauarbeiten für 52 neue Mietwohnungen in der Gleimstraße westlich des Mauerparks. Der Neubau wird über barrierearme Wohnungen verfügen. Mehr als die Hälfte der Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen wird finanziell vom Land Berlin gefördert und zu einer Miete von 6,50 Euro pro Quadratmeter angeboten. Das größte Neubauprojekt von degewo innerhalb des S-Bahn-Rings liegt ebenfalls im Brunnenviertel: Bis zum Herbst 2018 entstehen in der Usedomer Straße / Ecke Wattstraße 128 Ein- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, knapp ein Drittel davon gefördert. Die Baumaßnahmen haben bereits begonnen. Schon im Sommer 2016 fertiggestellt wurden 104 Wohnungen in der Graunstraße 13,14 und Gleimstraße 7-9, die nach kurzer Zeit voll vermietet werden konnten. Das im Erdgeschoss befindliche Bäckerei- und Lebensmittelgeschäft Tiepolo habe sich bereits zum beliebten Treffpunkt im Kiez etabliert, berichtet Christoph Beck.

Die Koalitionsvereinbarung von Rot-rot-grün besagt, dass bei Neubauvorhaben der Landeseigenen mindestens 50 Prozent der errichteten Wohnungen Sozialwohnungen sein sollen. Sozialwohnungen sind Wohnungen, die vom Land Berlin gefördert werden und für deren Bezug ein einkommensabhängiger Wohnberechtigungsschein (WBS) benötigt wird. Anspruch auf einen WBS haben Menschen, deren Einkommen die Berliner Grenze unterschreitet. Wenn in einem Einpersonenhaushalt nicht mehr als 16.800 Euro jährlich, bei zwei Personen nicht mehr als 25.200 Euro jährlich zur Verfügung stehen, kann ein WBS beantragt werden. Den Bau neuer Wohnungen im Brunnenviertel begrüßt Ephraim Gothe: „Mitte ist ein Bezirk mit hoher Anziehungskraft, derzeit wachsen wir um 8.000 Menschen pro Jahr. Neue Wohnungen sind notwendig. Ich hoffe, insbesondere mit unseren Städtischen Wohnungsbaugesellschaften viele Wohnungen bauen zu können.“ Deshalb sehe der Stadtrat auch den neuesten Planungen der degewo, nämlich der Bebauung des ehemaligen Geländes des Diesterweg-Gymnasiums an der Putbusser Straße, positiv entgegen. „Wir haben bereits im Jahr 2015 gemeinsam mit unserem Projektpartner ps.wedding ein Bebauungskonzept für mehr als 300 Wohnungen in der Bezirksverordnetenversammlung vorgestellt, das auch eine soziale und kulturelle Nutzung beinhaltet“, erklärt Beck. „Hier wünschen wir uns eine Unterstützung seitens des Bezirks, damit wir die Pläne weiter voran treiben können.“ Ephraim Gothe kündigte an, den erforderlichen Bebauungsplan dafür schnell voranzutreiben.

Engagement im Kiez

Die degewo ist der größte Anbieter von Wohnraum im Brunnenviertel und bewirtschaftet hier 4.370 Wohnungen. Über 30 Prozent der Mieter beziehen Transferleistungen, ebenso viele haben Migrationshintergrund. Mit einem eigenen Beratungspavillon in der Brunnen-/Ecke Demminer Straße stehen Mitarbeiter für die Bewohner in Sachen Renten-, Sozial- und Mietschuldenberatung. Außerdem werden Nachhilfe und Gesprächskreise angeboten. Gemeinschaftsgärten, Geräte zur Bewegungsförderung und Kita-sport wurden von der degewo ins Leben gerufen.

Sara Klinke, Bild: degewo