Fussilet-Moschee ist geschlossen

Verein „Fussilet 33“ verlässt Bethaus an der Perleberger Straße.

Die umstrittene Fussilet-Moschee an der Perleberger Straße hat dicht gemacht. Ein Aushang an der Tür des Bethauses zeigt: „Moschee ist endgültig geschlossen.“

Damit wollten die Betreiber anscheinend einem Verbot, das derzeit durch die Senatsverwaltung für Inneres geprüft wird, zuvor kommen, wie der Sender rbb berichtete. Eigentümer und Moscheeverein hätten sich auf eine Beendigung des Mietverhältnisses geeinigt, hieß es am Montag in der rbb-Abendbschau. Die Möbel und die Gebetsteppiche seien bereits weggebracht worden.

Damit ist der Fall, für den die Senatsverwaltung ein Schnellverfahren eingeleitet hatte, jedoch nicht geklärt. Für den Verein „Fussilet 33“ wurde noch kein rechtskräftiges Verbot ausgesprochen. Dieses befindet sich immer noch in der Prüfung. „Wenn der Verein also neue Räume anmietet, kann man ihm das momentan noch nicht verbieten“, sagt Winfrid Wenzel, Leiter der Pressestelle der Berliner Polizei. Erst wenn durch die Prüfung bewiesen wurde, dass der Verein sich gegen die Verfassung wendet, kann er verboten werden. Zum Stand der Prüfung kann die Senatsverwaltung keine Auskunft geben. Vereinsverbote laufen stets verdeckt, um die Ermittlungen nicht zu gefährden.

Die Fussilet-Moschee galt als Treffpunkt der Islamisten-Szene. Im Zusammenhang mit dem „Emir von Wedding“ war die Moschee schon Anfang 2015 als salafistischer Treffpunkt auffällig geworden. Auch Anis Amri, der Attentäter vom Breitscheidplatz, war hier regelmäßig zu Besuch. Zwölf Menschen starben, mehr als 50 wurden verletzt. Die Polizei überwacht engmaschig, wohin sich die als sogenannte „Gefährder“ eingestuften Personen bewegen. „Wir sind immer darum bemüht, zu wissen, wann und wo die Gefährder aktiv sind“, so Wenzel. Aus internen Kreisen wurde bekannt, dass die Berliner Polizei rund 75 Personen in Berlin als Gefährder einstuft.

Sara