Wie Marianne Rosenberg ins Museum kam

Frank Reimann widmet dem Schlager-Star die ganz persönliche Ausstellung.

Sie war schon ein Star, da war Helene Fischer noch gar nicht geboren und Andrea Berg noch ein Teenager: Bereits in der 70er Jahren sang ganz Deutschland die Schlager von Marianne Rosenberg (61), und ihre Hits „Du gehörst zu mir“ oder „Marleen“ brachten schon damals die Bierzelte zum Beben, machten das Mädchen aus Berlin zur Kultfigur. Für Frank Reimann war die Rosenberg immer mehr als eine Schlagersängerin, für den Mann aus Lichtenrade ist sie bereits zu Lebzeiten eine Legende. Deshalb hat er in der Grimmstraße 7 der Schlagerikone sogar ein eigenes Museum gewidmet. Dort sind die schönsten Rosenberg-Stücke, die Reimann über Jahrzehnte zusammengetragen hat, zu bewundern. „Mit neun Jahren habe ich von Marianne Rosenberg das Blondie-Cover Heart of Glas gehört – ich habe mich damals sofort in ihre Stimme verliebt“, erinnert sich Reimann. Das war vor 38 Jahren. Seitdem sammelt der Ober-Fan alles, was er von der Schlager-Queen in die Finger bekommt: Tonträger aller Art, Zeitungsausschnitte, Plakate, Autogrammkarten und vieles mehr. Nach seinen Worten ist so die weltweit größte und umfangreichste Marianne Rosenberg-Sammlung entstanden.

Immer samstags. Seit Oktober hat er diese Raritäten auch allen anderen Fans zugänglich gemacht. Jeden Samstag von 14 bis 19 Uhr öffnet Reimann die Tür zu seinem Marianne Rosenberg Showroom & Archiv und für sechs Euro Eintritt kann dann jeder in den chronologisch geordneten Dokumenten stöbern, Kopien machen und jene Fan-Utensilien kaufen, die Reimann über die Jahrzehnte doppelt und dreifach angesammelt hat. Besonders stolz ist er auf die Schaufensterpuppe, die einen originalen Nadelstreifenanzug von Marianne Rosenberg aus dem Jahr 1976 trägt. „Zu mir kommen ganz unterschiedliche Leute“, sagt Reimann. „Von 16-jährigen Teenagern über Musik-Interessierte bis hin zu eingefleischten Fans im Rosenberg-Fieber, die im Grunde ähnlich durchgeknallt sind wie ich.“ Seine Leidenschaft für die Kultsängerin wollte Reimann schon von früh an teilen: Er gründete einen Fan-Club, schrieb ein Buch über seine Ikone („Marianne Rosenberg – Am Tisch & im Bett“) und organisiert in ganz Deutschland Rosenberg-Partys. Das macht der 47-Jährige auch heute noch, die nächste steigt am 11. März ab 20 Uhr im Marianne Rosenberg Showroom & Archiv in der Grimmstraße. Natürlich ausschließlich mit Schlager-, Pop- und Jazz-Musik von Marianne Rosenberg. Der Eintritt kostet sechs Euro. Das Berliner Abendblatt verlost für die Rosenberg-Party 3 x 2 Freikarten.

So gewinnen Sie

Schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Stichwort „Rosenberg“ und Ihrer Telefonnummer bis 21. Februar an:
gewinnen@mdscreative.com. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Daniel Seeger, Bild: Seregel