Symbiose am Checkpoint

Bauprojekt: Denkmal an der Enckestraße wird zum Wohnhaus und durch Neubau ergänzt.

Das Baudenkmal an der Enckestraße blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: 1847/48 wurde das Miethaus in direkter Nachbarschaft zur Neuen Sternwarte errichtet, auch das Hotel Imperial bezog einen Teil des Grundstücks. Anschließend dominierte bis 1945 die Blumengroßmarkthalle den Platz, die 20 Jahre nach ihrer Zerstörung wiederaufgebaut wurde und heute die Akademie des Jüdischen Museums beherbergt. Auch der Checkpoint Charlie sowie die Friedrichstraße sind fußläufig erreichbar, der Besselpark liegt direkt gegenüber.

Wer heute das Gebäude an der Enckestraße betrachtet, ahnt wenig von der einstigen Schönheit des über 150-jährigen Hauses. Das soll sich ab Frühjahr 2017 ändern. Dann beginnt der Bauherr Stadtgrund Bauträger GmbH, eine Tochtergesellschaft der Münchner Grund Immobilien Bauträger GmbH, mit der Sanierung des Denkmals und der Bebauung der anliegenden Freifläche. Die David Borck Immobiliengesellschaft mbH startet im Januar 2017 mit dem Vertrieb der 75 Wohnungen und sechs Gewerbeeinheiten. Die 14 neuen Wohnungen im Altbau sollen mit ihren kompakten Grundrissen vor allem Singles und Paare ansprechen, die hier den charakteristischen Altbau-Charme mit über drei Meter hohen Decken und Parkettböden vorfinden. Auf dem Dach des Altbaus „schwebt“ ein komplett über den Neubau erschlossenes, zweiseitig gläsernes Penthouse. Der Neubau als Beitrag zur Stadtreparatur bildet mit dem Baudenkmal ein geschlossenes Ensemble rund um einen neuen Innenhof. Der Neubau wird sechs Gewerbeeinheiten und 61 Wohnungen enthalten. Hier wechseln sich kleine Wohnungen mit großen Penthäusern ab und sorgen so für eine gemischte Bewohnerstruktur. Neben Zwei-Zimmer-Wohnungen entstehen im Neubau auch größere Wohnungen. Im Erdgeschoss des NeuHouse entstehen sechs Gewerbeeinheiten.

red.