„Ham‘ Se noch wat frei?“

Aktion: Für den Kirchentag werden Privatquartiere zum Schlafen gesucht.

Es war ein buntes Bild, das das Konsistorium der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) da abgegeben hat: So viele Fenster und so viel Bettwäsche! In der Georgenkirchstraße 69 in Friedrichshain flatterten in der vergangenen Woche aus knapp 60 Fenstern bunte Decken, Kissen und Bettbezüge. Die Mitarbeiter der Landeskirche und der Geschäftsstelle des Kirchentages in Schöneberg haben ihr Bettzeug mitgebracht und ließen die Federn fliegen.

Der Kirchentag kommt vom 24. bis 28. Mai nach Berlin und mit dem großen Bettenaufschütteln wird hier signalisiert, dass Unterstützung nötig ist. Propst Christian Stäblein betont: „Wir freuen uns auf die vielen Gäste, die im Mai aus allen Teilen Deutschlands zu uns in die Stadt kommen, die einen frischen Geist mitbringen und sich von Berlin und seinem Kirchentag inspirieren lassen wollen. Seien auch Sie Gastgeber, jedes Bett wird gebraucht!“ Die ersten 1.000 Privatquartiere sind seit dem Start gefunden. Knapp 14.000 Betten werden weiterhin unter dem Motto „Ham‘ Se noch wat frei?“ in Berliner und Potsdamer Haushalten gesucht. Die Kampagne steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller. In Privatquartieren bringt der Kirchentag Familien, ältere Teilnehmer, Menschen mit Behinderung und internationale Gäste unter. Für ein Privatquartier braucht es nicht viel. Eine Schlafcouch im Wohnzimmer oder eine Liege im Arbeitszimmer und ein kleines Frühstück am Morgen reichen aus. Die Mehrheit der Kirchentags-Teilnehmenden übernachtet in Klassenräumen von Berliner Schulen oder selbstorganisiert in Hotels und Jugendherbergen. Wer Besucher des Kirchentages aufnehmen möchte, kann telefonisch unter der Schlummernummer oder per E-Mail seinen Schlafplatz anmelden.

red, Bild: DEKT