Neubau am „Fort Robinson“

Brandstiftung: Futterküche und Stall sind nur noch Ruinen.

Nach dem Feuer auf dem Abenteuerspielplatz „Fort Robinson“ ist das abgebrannte Fachwerkhaus, in dem sich die Futterküche und Ställe für die Tiere befanden, nur noch eine abbruchreife Ruine. Die Ziegen konnten noch aus ihren Verschlägen flüchten, aber zwölf Hühner kamen in den Flammen um. Sie waren, um sie vor dem Fuchs zu schützen, hinter einer verschlossenen Tür gefangen. „Wir schätzen den Schaden auf 80.000 Euro“, sagt Anton Lindner, Geschäftsführer des Vereins „Kiez für Kids“. Erst im letzten Jahr hat der Verein 100.000 Euro vom Bezirksamt für die barrierefreie Gestaltung der Wege bekommen. „Seit längerer Zeit liegt „Fort Robinson“ bei uns im Fokus“, so der CDU-Abgeordnete Danny Freymark. Es seien schon erste Gespräche mit der Sparkasse und weiteren Unternehmen geführt worden, um den Neubau des abgebrannten Fachwerkhauses zu finanzieren. Zusätzlich hilft auch das Jugendamt, sowie das Naturschutz- und Grünflächenamt. Einen weiteren Teil der Schadensfinanzierung übernimmt eine Stiftung. Vorerst musste der Verein Zwischenlösungen finden und brachte die Futterküche zunächst in einem gerade fertig gewordenen Holzschuppen unter. Das abgebrannte Fachwerkhaus soll abgerissen und komplett Stein auf Stein wieder gemeinsam mit den Kindern neu aufgebaut werden. Im Frühling soll es losgehen. Wie es zu dem Brand kam, ist bisher noch nicht geklärt. Die Ermittler gehen inzwischen allerdings von Brandstiftung aus. „Noch gegen fünf Uhr morgens wurde bei einer routinemäßigen Kontrollfahrt der Polizei nichts Auffälliges bemerkt. Um 5.30 Uhr stand das Haus aber schon in Flammen und es war nichts mehr zu retten“, so Lindner.

Zweiter Brand

Bereits im Juni 2015 ist ein Feuer auf dem Abenteuerspielplatz ausgebrochen. Dabei wurde ein Spielhaus für Kinder und die Werkstatt beschädigt. In diesem Fall waren es vermutlich Kinder, die mit Feuer im Heu spielten. Den Abenteuerspielplatz und Bauernhof am Rande des Landschaftsschutzgebietes „Falkenberger Krugwiesen“ gibt es bereits seit 25 Jahren und bietet Kindern ein Freizeit- und Lernangebot für den Umgang mit Tieren. Trotz des Schadens rät Lindner nach vorne zu blicken und weiter zu machen. „Durch die große Unterstützung des Landes Berlin können wir einen neuen Spielort aufstellen. Dafür brauchen wir immer fleißige Helfer, die bereit sind, mit uns neue Pläne umzusetzen.“

Marley Lackermann, Bild:Fort Robinson