Die Alte Münze wird neu

Kultur: Neues Leben unter dem Namen „Haus of Berlin“.

Der Alten Münze am Alexanderplatz steht eine Neukonzeption bevor. Die Berliner Riverside Studios und uno Partner aus Zürich planen gemeinsam mit den aktuellen Nutzern, den Spreewerkstätten, unter dem Namen „Haus of Berlin“ einen vielseitigen Ort der Begegnung in diesem geschichtsträchtigen Gebäudekomplex. Durch eine fruchtbare Verknüpfung aus Kunst, Kultur, Bildung und Kreativwirtschaft im Stadtzentrum soll eine Pilgerstätte für Kreative, Touristen und Neugierige aus aller Welt entstehen.

Synergien schaffen

Neben Büro, Film-, Foto- und Musikstudios wird der 18.000 Quadratmeter große Gebäudekomplex als Kultur- und Bildungsstätte für verschiedenste Formate zur Verfügung stehen. Begleitet werden die Räumlichkeiten von besonderen Restaurants, Bars, einem Boutique-Hotel und Radiostationen. Martin Eyerer, Mitinhaber der Riverside Studios sowie Erfolgs-Produzent und DJ, erklärt: „ ‚Haus of Berlin‘ ist ein Ort, der für Synergien, Miteinander und Netzwerk in allen Kreativberufen und Sparten steht. Hier vereint sich die Kreativwirtschaft mit der Kunst- und Kulturszene und vernetzt sich nicht nur in die Stadt Berlin hinein, sondern auch in die Welt. Berlin kann hier ein Zeichen setzen, wie man schwindendem Raumangebot, unkontrollierter Dynamik und den Folgen für die Kreativszene entgegentritt.“ Die bisherigen Mieter der Münze in Berlin, die Spreewerkstätten, werden als eigenständige Partner dem „Haus of Berlin“ zur Seite stehen. Seit 2013 haben sie sukzessiv immer mehr Flächen des Areals erschlossen und aus eigener Kraft nutzbar und öffentlich zugänglich gemacht – für Kulturschaffende, Künstler aller Disziplinen, Kunst- und Musikfestivalveranstalter sowie soziale Start-ups. Gemeinsam verwirklicht das Konglomerat der Spreewerkstätten verschiedenste Projekte im Bereich der Kultur- und Kreativwirtschaft und bespielt die Veranstaltungsflächen der Alten Münze. Auf diese Weise machen sie diese historische und kostbare Liegenschaft zunehmend der Öffentlichkeit zugänglich. „Wir begrüßen die Kooperation mit dem ‚Haus of Berlin‘. Es ist eine schöne Sache, dass Kreativwirtschaft und Kultur unter einem Dach stattfinden werden, weshalb wir uns bei diesem Projekt gerne integrieren. Dabei sind uns die Unterschiede dieser Bereiche bewusst, vielmehr glauben wir an eine konstruktive Verbindung, eine synergetische Zusammenarbeit. Besonders erfreulich finden wir, dass bestehende kulturelle Strukturen nicht verdrängt, sondern erhalten und weiterentwickelt werden“, erklärt Felix Richter, Geschäftsführer der Spreewerkstätten.

Behutsam umgestalten

Auf Basis des umfangreich ausgearbeiteten Nutzungskonzepts „Haus of Berlin“, das die Partner der BIM bereits im Frühjahr präsentieren durften, beschloss der Senat im Mai 2016 eine vertiefende Machbarkeitsstudie zur Herstellung der Vermietbarkeit in Auftrag zu geben, die im Januar abgeschlossen sein soll. Durch behutsamen Umgang mit dem Baudenkmal, minimale Eingriffe in den Bestand und eine sinnvolle Ergänzung durch einen Neubau wollen uno Partner die Grundlage schaffen, die vielfältigen Nutzungen unter einem Dach zu sammeln und die in die Jahre gekommene Alte Münze zum Standort mit Strahlkraft zu transformieren. Dabei sollen nicht nur die Obergeschosse, sondern auch die labyrinthartigen Untergeschosse aktiviert werden.

sara/red.