Der Bezirk Mitte bewegt die Welt

Soziales: Die Willkommenskultur des Bezirks wurde mit 20.000 Euro belohnt.

Auf diesen Preis kann Mitte besonders stolz sein: Für sein Engagement für migrantische Organisationen und einer besonderen Willkommenskultur wurde der Bezirk in dem Wettbewerb „Kommune bewegt Welt“ in der Kategorie über 100.000 Einwohner als Sieger gekürt. Der Integrationsbeauftragte Stephan Winkelhöfer nahm die Auszeichnung und das Preisgeld über 20.000 Euro in Köln entgegen.

Tolle Anerkennung

Veranstaltet wird der Wettbewerb von „Engagement Global“ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und für herausragende kommunale Beispiele zu Migration und Entwicklung verliehen. Schirmherr ist Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller. „Mitte wurde im Prinzip für mehrere Initiativen geehrt: für das jährlich stattfindende KENAKO Afrika Festival auf dem Alexanderplatz, das Projekt Lern- und Erinnerungsort Afrikanisches Viertel und NARUD e.V.. Die Projekte tragen dazu bei, afrikanische Perspektiven in den Vordergrund zu rücken. Das bildungspolitische Programm des Festivals mit Diskussionen, Workshops, Mitmachangeboten und Ausstellungen trägt zu einem differenzierten Afrikabild bei“, sagt Stephan Winkelhöfer stolz. Außerdem verfügt Mitte über einen Migrationsbeirat – dazu gehören Moscheen- und jüdische Vereine, aber auch andere Menschen aus dem Kiez, die das Bezirksamt kompetent beraten. „Und wir haben in Mitte eine Anti-Rassistische Registerstelle, die von afrikanischen Migranten betrieben wird. Die haben ein besonderes Gehör für Zwischentöne in der polizeilichen Statistik“, erklärt der Integrationsbeauftragte. Der interreligiöse Dialog könne gesamtbezirklich noch weiter ausgebaut werden, zum Beispiel bei der interkulturellen Öffnung in der Verwaltung, glaubt Stephan Winkelhöfer: „Es fehlen Menschen, die die Sprachen sprechen und die Motivation der Menschen kennen, die zu uns kommen, um vorurteilsfrei zu agieren. Aber Mitte lebt schon jetzt eine gute Willkommenskultur mit wenig Fremdenfeindlichkeit.“ Deshalb sei der Preis eine wunderbare Anerkennung für alle, die sich im Bezirk für partnerschaftliche globale Zusammenarbeit engagieren.

Gemeinsam arbeiten

„Zahlreiche Vereine und Initiativen arbeiten meistens ehrenamtlich gemeinsam an dem Ziel, soziale und wirtschaftliche Verbesserungen für die Menschen in den sogenannten Entwicklungsländern umzusetzen“, bestätigte der ehemalige Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke. Die 20.000 Euro Preisgeld sollen in das KENAKO Festival und in die kommunale Entwicklungspolitik des Bezirks investiert werden.

Anke Walter, Bild: Afrika Medien Zentrum