Islam und Homophobie

Debatte: Vortrag entlarvt Vorurteile.

Seit dem 11. September 2001 war die Unterstellung einer angeblich „besonderen“ Homophobie eine der vielen Taktiken, hier lebende Muslime fremd zu machen. Waren die sozialwissenschaftlichen Belege für diese Unterstellung schon äußerst mager, so gilt dies umso mehr für die Kulturgeschichte des Islams.

Ein Vortrag unter der Überschrift „Die Konstruktion des homophoben Fremden“ blickt nun hinter die Klischees. Der Soziologe und Autor Georg Klauda („Die Vertreibung aus dem Serail: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt“) rekapituliert den Blick auf Muslime in Deutschland, um im Hauptteil die kulturelle Tradition und den historischen Wandel in der islamischen Welt nachzuzeichnen. Abschließend werden anhand von Berichten und Reportagen die komplexen und widersprüchlichen Lebensverhältnisse in Afghanistan, Syrien, Pakistan und Iran diskutiert.

Die Veranstaltung findet am 7. Oktober in den Räumen der KungerKiezInitiative e.V (Kiefholzstraße 20) statt. Der Beginn ist um 18 Uhr, teilen die Organisatoren mit.

red