JugendNotmail feiert Jubiläum

Online-Beratung: Seit 2001 ehrenamtlich engagiert im Einsatz für Kinder und Jugendliche.

JugendNotmail, die kostenlose und anonyme Online-Plattform für Kinder und Jugendliche, feiert 2016 ihr fünfzehnjähriges Bestehen. Gegründet am 11. Juli 2001 hilft der Verein jungundjetzt e.V. über seine Website jugendnotmail.de jungen Menschen in seelischer Not. Mehr als 100 ehrenamtlich tätige Psychologen und Sozialpädagogen beraten an 365 Tagen im Jahr zu Themen wie Depressionen, Selbstverletzung, Suizidgedanken, Missbrauch oder Essstörungen. Seit Bestehen wurden bereits über 98.000 Hilferufe beantwortet, monatlich treffen bis zu 1.200 Notmails ein und das tägliche Notmailaufkommen hat sich in den letzten fünfzehn Jahren verfünffacht – dementsprechend stieg über die Jahre auch die Zahl der Berater kontinuierlich. „Seit 2001 haben unsere Berater 15.000 Kindern und Jugendlichen weitergeholfen“, sagt Claudine Krause, Gründerin von JugendNotmail.

Seit der Gründung wurde das Beratungsangebot von JugendNotmail im Internet kontinuierlich verbessert. Mittlerweile umfasst es drei Säulen: Einzelberatung, Forum und Themenchat. Durch die Digitalisierung von Medien und Web 2.0 ist die Online-Beratung zu einem wichtigen Bestandteil in der Jugendarbeit geworden, besonders auch im präventiven Bereich. Mit ihrer niedrigen Hemmschwelle fängt sie junge, ratsuchende Menschen auf, die meist aus Schamgefühl und Hoffnungslosigkeit keine eigenen Lösungswege finden. „Viele Probleme der Jugendlichen werden aus unterschiedlichen Gründen weder in der Familie noch im Freundeskreis besprochen“, sagt Janina Uhse, Schauspielerin und Schirmherrin des Vereins. „Ich finde es toll, mit welchem Engagement sich das Team von JugendNotmail seit Jahren um diese Jugendlichen kümmert und ihnen über die Website ‚ein offenes Ohr‘ und Hilfe bietet.“

Förderer gesucht

Um das Beratungsangebot weiter sichern und ausbauen zu können, ist der Verein stets auf der Suche nach neuen Förderern. Eine Fördermitgliedschaft ist bereits ab fünf Euro im Monat möglich. „Aber auch jede noch so kleine Spende zeigt dank des hohen ehrenamtlichen Engagements unserer Mitarbeiter große Wirkung“, sagt Gründerin Krause. Auch die seit 2011 bestehende enge Kooperation des Vereins mit dem Stadtteilzentrum Steglitz e.V. hat zum Erfolg von JugendNotmail beigetragen. Gemeinsam mit dessen Geschäftsführer Thomas Mampel arbeitet jungundjetzt e.V. bereits am nächsten Projekt. „Unser Ziel ist es, JugendNotmail-Standorte in ganz Deutschland zu etablieren“, so Krause. Zur Umsetzung dieses Projekts sind die beiden Kooperationspartner auf der Suche nach einem großen, deutschlandweit agierenden Sponsor.

red, Bild: Michael Busch