Engagierte Helfer für den Alltag

Soziales: Vorbereitungskurs zum ehrenamtlichen Familienbegleiter in der Björn-Schulz-Stiftung.

Auf ehrenamtliche Arbeit kann das Gemeinwesen nicht verzichten. Viele Menschen wollen helfen, wissen aber nicht wie. Am Mittwoch, 28. September, findet in der Björn-Schulz-Stiftung in Niederschönhauseen eine Informationsveranstaltung  für das Ehrenamt des Familienbegleiters im Ambulanten Kinderhospizdienst statt. Die Arbeit dieses Dienstes ist aus einer Bürgerbewegung entstanden und trägt sich fast ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement. Die Stiftung begleitet so Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern und unterstützt sie im Alltag. Seit fast 20 Jahren helfen ausgebildete Familienbegleiter den Familien und stehen ihnen je nach Familiensituation einmal die Woche, für circa drei Stunden zur Seite.

Zeit zur Entlastung

Familienbegleiter schenken Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern Zeit zur Entlastung. Sie sind eine große Alltagsstütze und ein oftmals willkommener Gesprächspartner, leisten nötige Hilfe und begleiten lebensverkürzend erkrankte Kinder und deren Geschwister. So bekommen die erkrankten Kinder die Möglichkeit, an ganz alltäglichen und altersgerechten Aktivitäten teilzunehmen, wie beispielsweise einem Kinobesuch. In dem 100-stündigen Vorbereitungskurs, der in einer Gruppe mit maximal 15 Personen durchlaufen wird, bereiten sich die Teilnehmer auf ihre Einsätze in den Familien vor. In diesem Kurs geht es unter anderem darum, die eigenen Verlust- und Trauererfahrungen zu reflektieren und die Wahrnehmungs- und Kommunikationsfähigkeit zu schulen.

Außerdem werden Krankheitsbilder sowie pädagogische, psychologische und rechtliche Fragen behandelt. Bereits während der Ausbildung kommen Familienbegleiter in Kontakt mit erkrankten Kindern, ihren Geschwistern und Eltern sowie aktiven Familienbegleitern. Der Vorbereitungskurs für künftige Familienbegleiter ist kostenfrei und dauert maximal sechs Monate. Vor Beginn der Ausbildung finden persönliche Gespräche mit den Koordinatorinnen des Dienstes statt.

red