So knackte Antonia den Abi-Rekord

Bildung: Das Zehlendorfer Superhirn erreichte im Abitur die Traumquote von 900 Punkten.

Schlau, schlauer – Antonia Arndt. Mit bisher nie erreichten 900 Punkten hat die 18-jährige Zehlendorfer Schülerin am Dahlemer Arndt-Gymnasium den Berliner Abi-Rekord geknackt. Die Namensgleichheit mit ihrer Schule ist dabei rein zufällig, ihr Rekord für die Ewigkeit aber nicht. Dahinter steckt hartes und konzentriertes Arbeiten. „Zugeflogen ist mir gar nichts. Ich bin kein Typ, der etwas nur einmal hören muss und es dann gleich behält“, sagt Antonia. Hausaufgaben hat sie allerdings nie auf die lange Bank geschoben. Die wurden immer sofort nach der Schule erledigt. „Sonst hätte ich mich nicht konzentrieren können“, sagt das Superhirn.

Fleißige Mitarbeit

Besonders wichtig für den schulischen Erfolg sei auf jeden Fall die konzentrierte und fleißige Mitarbeit im Unterricht. Das habe sie schon als Grundschülerin beherzigt und auch später in den Klausurphasen hätte ihr dies viele Stunden stures Büffeln zuhause erspart. Dadurch blieb Antonia auch immer genug Zeit für ihre große Leidenschaft: Volleyball. Viermal in der Woche trainiert die Musterschülerin beim VfK Südwest. „Für mich der perfekte Ausgleich zum Rumsitzen“, sagt sie schmunzelnd. Ein kleiner Vorteil für die Rekord-Abiturientin ist vielleicht ihr Elternhaus: Mama und Papa sind beide Lehrer. Aber auch ohne motivierende pädagogische Unterstützung ist das Interesse von Antonia Arndt breit gefächert. Nur bei Physik oder Fitnessgymnastik hält sich ihre Begeisterung in Grenzen. Wenn sie aber über die thematische Vielfalt ihres Leistungsfaches Latein oder mathematische Kurvendiskussionen spricht, dann leuchten ihre Augen. „Wer das einmal verstanden hat, dem macht es auch Spaß.“

Jetzt der Freiwilligendienst

Dass es allerdings beim Abitur für 900 Punkte reicht, hätte Antonia Arndt nie geglaubt. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass es so gut lief“, sagt sie. Vielleicht ist es gerade diese Bescheidenheit, die sie bei ihren Mitschülern so beliebt macht. Neid hat sie nie verspürt. Die meisten sind richtig stolz, mit Berlins Superhirn die Schulbank gedrückt zu haben. Allerdings sei mit dem Rekord-Abi auch ein gewisser Druck verbunden. „Du kannst jetzt alles machen“, ist einer der Sätze, den Antonia häufig hört. Natürlich will sie studieren. Aber das Fachgebiet ist noch offen. Erst einmal steht nun der einjährige Bundesfreiwilligendienst bei einem Sportverein an. Die größte Herausforderung liegt noch vor der Ausnahmeschülerin: „Das war nur ein Abitur, jetzt muss ich zeigen, was ich damit anfange“, sagt sie.

Philip Aubreville, Bild: XXXXXxxxxx