Willkommenszentrum startet schleppend

Integration: Nur 22 Personen nutzten Beratungsangebot in der ersten Woche.

Vor wenigen Tagen startete das neue Willkommenszentrum für Zuwanderer. Einen regelrechten Run hatte es in der ersten Beratungswoche des Zentrums in der Potsdamer Straße 65 mit gerade mal 22 Besuchern eher nicht gegeben. „Wir rechnen allerdings mit einem kontinuierlichen Anstieg der Beratungszahlen in den nächsten Wochen. Noch hat sich unser Angebot nicht genug herumgesprochen“, sagt Nele Allenberg, Leiterin des neuen Zentrums. Laut der zuständigen Senatorin Dilek Kolat (SPD) werden bis 2030 rund 232.000 Personen aus dem Ausland nach Berlin kommen. Mit dem Willkommenszentrum sollen EU-Bürger, Studenten, Fachkräfte und sonstige Migranten eine erste Anlaufstelle bekommen, um dort mit sprachkundigen Beratern Fragen zum Bleiberecht, zu Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten oder der Anerkennung von Abschlüssen zu klären. Laut Leiterin Allenberg wurde in den ersten Beratungen auch deutlich, dass sich viele Neuzugereiste Unterstützung bei der Wohnungssuche wünschen. „Dazu bieten wir noch keine konkrete Hilfe an. Wir überlegen, wie wir diesem drängenden Problem in Zukunft begegnen können“, sagt Allenberg.

Daniel Seeger, Bild: Ariadne an der Spree