Das lange Leiden hat ein Ende

Bauen: Obere Sporthalle Sredzkistraße nach fast sechs Jahren Sperrung fertig saniert.

Die obere Sporthalle in der Sredzkistraße 8 ist am Donnerstag nach erfolgreicher Sanierung wiedereröffnet und für den Schul- und Vereinssport freigegeben worden. Die Sperrung der Sporthalle war im Dezember 2010 aus Sicherheitsgründen erforderlich, da sich die Stapelholzkonstruktion des Daches über den technisch zulässigen Toleranzbereich hinaus durchbog. Um die Halle vor weiteren größeren Schäden zu schützen, wurde das Dach durch Entfernung der Kiesschicht entlastet. Danach erfolgte die Sicherung des Bauwerks mit einer Stützkonstruktion im oberen Hallenteil. Auf Grund des langwierigen und noch laufenden Beweissicherungsverfahrens war es lange Zeit nicht möglich, mit der Sanierung zu beginnen. Zudem musste ein möglichst kostengünstiges Verfahren gefunden werden.

Geld vorgestreckt

Ausgewählt wurde ein innovatives Verfahren, bei dem das Dach hydraulisch angehoben und Konstruktionshölzer eingelegt werden. Die Sanierung kostete insgesamt 1,62 Millionen Euro. Das Bezirksamt Pankow hatte im Frühjahr nach langen Überlegungen entschieden, die Halle unabhängig vom laufenden Rechtsstreit endlich zu reparieren und das Geld dafür zunächst vorzustrecken. Denn die Halle wird dringend gebraucht. Als die Doppelstockhalle 2002 öffnete, gab es zunächst viel Lob für die Architekten. 800 Grundschüler einer sportorientierten Schule nutzten die obere Etage. In der unteren Halle spielten, liefen und turnten Mädchen und Jungen einer Nachbarschule sowie Vereinssportler. Seit die obere Halle gesperrt war, brach dieses Konzept zusammen. Der zu „Bewegungsstunden“ geschrumpfte Sportunterricht musste teils auf dem Schulhof oder bei schlechtem Wetter sogar im Klassenraum stattfinden. Diese Zeit des Leidens soll nun endlich vorbei sein.

red/mh