Richtkranz über dem Powerhouse

Wohnen: Howoge will nachhaltig und energieeffizient in Adlershof bauen.

Nach nur fünf Monaten Bauzeit und damit deutlich früher als geplant haben die Howoge Wohnungsbaugesellschaft mbH und Laborgh Investment GmbH kürzlich gemeinsam mit dem Senator für Stadtentwicklung und Umwelt Andreas Geisel den Richtkranz für das „Powerhouse“ in Adlershof gehisst. In den fünf Gebäuden des ersten Plus-Energie-Projektes im Berliner Mietwohnungsbau entstehen in der Newtonstraße/Wilhelm-Hoff-Straße insgesamt 128 Wohnungen, die wegen des zukunftsweisenden Energiestandards warme Betriebskosten von rund 40 Cent pro Quadratmeter Wohnfläche aufweisen werden, teilt die Wohnungsbaugesellschaft mit. Der Durchschnittswert in Berlin liege bei aktuell 1,08 Euro pro Quadratmeter.

Solarthermie erproben

Maßgeblich für die energetische Qualität der Gebäude ist zum einen die Energieproduktion durch Solarthermie- und Photovoltaikanlagen auf den Dächern des „Powerhouse“. Zum anderen werden die Gebäude mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung mit einem Rückgewinnungsgrad von über 80 Prozent ausgestattet. „Das ‚Powerhouse‘, unser Modellprojekt für nachhaltigen Wohnungsbau, bietet Vorteile für alle Seiten: Unsere zukünftigen Mieter profitieren von der geringen Belastung durch die zweite Miete, und die Howoge kann den Betrieb von Anlagen für Solarthermie und Photovoltaik erproben“, ergänzte Howoge-Geschäftsführerin Stefanie Frensch. Die Howoge hat das „Powerhouse“ Anfang 2016 vom Projektentwickler Laborgh erworben und wird die Gebäude nach Fertigstellung im Frühjahr 2018 schlüsselfertig übernehmen. Laborgh-Geschäftsführer Florian Lanz erläuterte: „Mit dem Powerhouse entwickeln wir ein energetisches und wirtschaftliches Musterbeispiel im Mietwohnungsbau, das neue Standards zum nachhaltigen Bauen auch größerer Wohnanlagen unter Einsatz innovativer Technologie setzt.“ Auf dem 8.200 Quadratmeter großen Grundstück wird eine Wohnfläche von rund 8.500 Quadratmetern realisiert. Die fünf von Deimel Oelschläger Architekten entworfenen Gebäude weisen jeweils drei Vollgeschosse auf. Von den 128 Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Wohnungsgrößen zwischen 30 und 100 Quadratmetern werden 40 barrierefrei sein. Alle Wohnungen verfügen über einen Balkon oder eine Gartenterrasse. Zehn Prozent der Wohnungen werden an Mieter mit Transfereinkommen vermietet. Das Wohnraumangebot wird ergänzt durch 28 PKW-Stellplätze und eine Tankstelle für E-Mobile.

Tausend neue Wohnungen

Mit dem „Powerhouse“ weitet die Howoge ihr Wohnungsbauengagement auf Treptow-Köpenick aus. Insgesamt rund 1.250 Wohnungen mit einem Anteil von 30 Prozent geförderter Wohnungen und 100 Mikroapartments für Studenten plant das Unternehmen im Südosten der Stadt. Der Großteil wird in Adlershof im Umfeld des Technologieparks entstehen.

red, Bild: Pritzkuleit