Nach jahrelanger Diskussion: ZOB bekommt Fußgängerampel

Bauen: Nur noch etwa ein Drittel der Busreisenden traut sich in den stinkenden Tunnel.

Die Filmemacher der „Tribute von Panem“ hielten die Fußgängertunnel am ICC für ein geeignetes Motiv. Berliner und ihre Gäste aber gruseln sich vor dem nach Urin stinkenden, unterirdischen Weg zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Eine provisorische Behelfsampel am Messedamm verspricht nun Besserung: Damit wird vor allem den Busreisenden eine direkte, sichere und barrierefreie oberirdische Alternative zur Querung der Kreuzung Messedamm/Neue Kantstraße/Masurenallee ermöglicht. Um Staus an der Ampel zu vermeiden, wird die Schaltung mit der benachbarten Kreuzung gekoppelt.

Die endgültige Fertigstellung der Fußgängerampel erfolgt nach Beendigung der Umbauarbeiten am ZOB. Christian Gaebler, Staatssekretär für Verkehr und Umwelt: „Mit der neuen Ampelanlage entsprechen wir dem Wunsch vieler Berliner nach einer direkten Überquerung der Straße und bieten eine schnelle und sichere Erreichbarkeit des ZOB. Vor allem für die Reisenden und Touristen ist es eine deutliche Erleichterung, mit ihren Gepäckstücken ohne den Ab- und Aufstieg durch die Unterführung direkt zu den Reisebussen und der S-Bahn-Station zu gelangen.“ Die Fußgängerampel wurde vor allem aufgrund der stark zunehmenden Fahrgastzahlen des ZOB erforderlich. Die unterirdische Querung an der Kreuzung benutzen mittlerweile nur noch 35 Prozent der ZOB-Fahrgäste. Die Ampel kostet rund 60.000 Euro. Nach dem ZOB-Umbau wird mit einem neuen Wegeleitsystem die Orientierung im Umfeld des ZOB, der Messe und der S- und U-Bahnstationen verbessert. Perspektivisch denkt die Senatsverwaltung über eine Neugestaltung des Kreuzungsbereiches Messedamm/Neue Kantstraße/Masurenallee nach.

mh